Ein Leben führen, das die Natur stärker respektiert: Auch wenn die Idee viele von uns fasziniert, so ist ihre konkrete Umsetzung alles andere als einfach, besonders auf beruflicher Ebene. Innerhalb des Teams „Planung Oberleitungsbauprojekte“ bei der CFL haben wir dennoch einen Ingenieur gefunden, der mit Blick auf ökologische Aspekte anscheinend ein gutes Gleichgewicht zwischen Arbeits- und Privatleben halten kann. Fred ist die Natur genauso ein zentrales Anliegen bei der Ausübung seiner Tätigkeit bei der CFL wie auch bei der Imkerei. Er ist sehr umweltbewusst, sowohl bei seiner Arbeit in der Stadt als auch bei der Imkerei auf dem Lande, und steht mit seinen Werten im Einklang.

Laut Fred ist alleine die Entscheidung für die CFL zu arbeiten bereits der erste Schritt in Richtung einer ökologisch ausgerichteten Berufslaufbahn. „Ich bin der vierte Eisenbahner in einer Familie, in der man die Welt der Eisenbahn immer schon zu schätzen wusste, weil sie in unseren Augen ökologisch ist“, sagt er. „Mit dem Zug zu reisen, ist umweltfreundlich. Mittlerweile wird das immer mehr Leuten bewusst.“

Als Ingenieur für den Bereich „Planung Oberleitungsbauprojekte“ (Abteilung Infrastruktur-Engineering) muss er vor allem sicherstellen, dass die Oberleitungen neuer Eisenbahnlinien so angeschlossen werden, dass dabei so wenig wie möglich Bäume und Vegetation in der Nähe beschädigt werden. Am Ende seiner Arbeitstage, „die immer wieder überraschend und niemals Routine sind “ so versichert Fred, begibt er sich aufs Land zu seinem Obstgarten und seinen Bienen. Er besitzt 15 Bienenstöcke und erntet jedes Jahr eine große Menge Honig. Wie alle Imker trägt er seinen Teil bei, um gegen das Verschwinden der Bienen zu kämpfen, die die wichtigsten Akteure für die Biodiversität sind. Ihr ständiges Summen beruhigt ihn. Es ist das Zeichen, dass sie gesund sind und froh, sich in einem natürlichen Umfeld ohne Pestizide entwickeln zu können.

Erste Phase: Von der Liebe zum Spaten

Solange er sich erinnern kann, hat Fred immer gerne mit Tieren zu tun und sich um Fauna und Flora gekümmert. „Mein Großvater war Landwirt und ich bin in der Natur und mit Kühen aufgewachsen.“ Der kleine Fred zeigte schon früh ein großes Interesse für die Eisenbahn. Schon damals arbeiteten einige Familienmitglieder für die CFL. „Alle kleinen Jungen spielen gerne mit den Spielzeugeisenbahnen, aber in meinem Fall war das noch etwas ganz Besonderes, weil hier auch meine Familiengeschichte ins Spiel kommt“, erzählt er.

Erst später begriff er, dass sein Interesse für die Eisenbahn und sein Wunsch, die Umwelt zu schützen, Hand in Hand gingen. Heute könnte er sich gar kein anderes Leben vorstellen, das nicht die Umwelt so weit wie möglich respektiert, und auch nicht ohne seine Liebe zu Tieren, zum Wald und zur Vegetation. Und ihnen begegnet er tagtäglich: Das ist der Schlüssel! Je mehr man auf die Natur achtet, umso mehr liebt und respektiert man sie.

„Unter diesem Gesichtspunkt war Umweltengineering immer ein wichtiges Thema für mich“, sagt der Mann, der sich insbesondere in seiner Diplomarbeit am Ende seines Studiums der Elektrotechnik an der Universität Luxemburg auf erneuerbare Energien spezialisiert hat. Auch weil er den Spuren seines Vaters folgen wollte, einem talentierten Handwerker, wählte der junge Fred den Beruf des Ingenieurs. Direkt nach seinem Schulabschluss wurde er bei der CFL angestellt. „Das ist nun bereits 14 Jahre her“, erinnert er sich.

Zweite Phase: Mit Achtsamkeit den nächsten Schritt wagen

Sich Zeit nehmen: Menschen wie Fred wissen, wie man einem „Schneller-Höher-Weiter“ widersteht und sich stattdessen für einen achtsamen Umgang mit der Umwelt entscheidet. Auf diese Weise schaffen Sie die Voraussetzungen für ein ökologisch verantwortliches Leben. “Als ich mit meinen Bienen begann, war ich sehr nervös. Die Bienen spüren dies und reagieren negativ darauf. Am Anfang wurde ich oft gestochen. Als meine Nervosität nachließ und ich in Gegenwart meiner Bienen ruhiger wurde wurde, verbesserte sich die Situation ganz deutlich. »

Immer schneller mehr und qualitativ minderwertiger zu produzieren, sind menschliche Versuchungen, die unser Ökosystem in Bedrängnis bringen. Für Fred war die auf Einladung des luxemburgischen Landesverbandes für Bienenzucht vor acht Jahren die Gelegenheit, diesem Trend entgegenzuwirken, indem er selbst mit der Imkerei begann. „Der Verband hatte eine Anwerbungskampagne gestartet, weil zahlreiche Imker in Rente gingen und es keinen Nachwuchs gab“, erklärt Fred. „Ich wurde sofort eingeladen. Ich wusste überhaupt nicht, was mich da erwartete. Die Arbeit als Imker hat mir sofort gefallen, insbesondere weil ich den Rhythmus mag.“ Es gilt auch die Ruhe zu bewahren, wenn die Bienenvölker durch Parasiten befallen werden. Fred muss seine Bienen gegen Bakterienerkrankungen impfen und Varroa-Milben in seinen Bienenstöcken erkennen und kontrollieren: Die Varroa-Milbe ist ein Parasit, der erwachsene Bienen befällt. Jeder moderne Imker muss wissen, wie er darauf reagieren kann. „Meine älteren Imker kannten diese Seuche nicht“, konstatiert Fred. „Aber heute sind sie das Hauptproblem. Wenn man nichts macht, sterben die Bienen.“

Entschlossenheit und Beharrlichkeit zahlen sich aus. Wenn der April kommt und Fred feststellt, dass seine Bienen den Winter überlebt haben, kann er die Entwicklung seiner Völker aktiv steuern und lenken in der Hoffnung, einige Wochen später eine üppige Menge Honig zu ernten. „Das ist definitiv der aufregendste Teil der Arbeit!“

Dritte Phase: Bienenstöcke, Schienen – und ihre Ökosysteme

Als Imker weiß Fred, dass die von den benachbarten Bauern ausgebrachten Pestizide einen direkten Einfluss auf die Gesundheit seiner Bienenvölker haben. Eine Umweltgefährdung, selbst wenn sie sich auf eine ganz kleine Parzelle beschränkt, kann bedauerliche Folgen für einen riesigen geografischen Umkreis haben. Auf diese eher globale Sichtweise der Beziehungen zwischen Mensch und Natur stützt sich Fred auch im Alltag bei seiner Arbeit als Ingenieur bei der CFL.

Seit einiger Zeit schon plant er die Oberleitungen für die neuen Gleise des Bahnhofs von Luxemburg-Stadt, mit deren Sanierung 2021 begonnen werden soll. “Dieses Projekt wird mich bis 2026 beschäftigen”, sagt er. Fred muss an jedes Detail denken und darf gleichzeitig nie die Gesamtsituation aus den Augen verlieren, um eine möglichst gute Koordination der komplexen Arbeiten mit der gleichzeitig täglichen Präsenz der Bürger in ihrem urbanen Umfeld zu gewährleisten. “Im Bahnhof von Luxemburg-Stadt ist es, als ob ein Mensch am offenem Herzen operiert wird. Die kleinsten Eingriffe haben erhebliche Auswirkungen auf den Verkehr. »

“Im Bahnhof von Luxemburg-Stadt ist es, als ob ein Mensch am offenem Herzen operiert wird. Die kleinsten Eingriffe haben erhebliche Auswirkungen auf den Verkehr.”

Haben auch Sie Lust, einen Beruf auszuüben, in dem Menschlichkeit, technischer Fortschritt und Umweltschutz denselben Stellenwert haben? Folgen Sie Freds Spuren und werden Sie Teil der großen CFL-Familie.

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