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Die Instandhaltungstechnik sorgt dafür, dass auf dem rollenden Material der CFL alles reibungslos funktioniert. Sie ist außerdem eine Stütze für vier unentbehrliche Bereiche: Sicherheit, Qualität, Komfort und Disponibilität. Bereiche, die nicht nur wesentlich für den Alltag der CFL-Mitarbeiter sind, sondern auch für das Kundenerlebnis.

Jeannot stieß 2017 als Leiter der Wartungsingenieure zur CFL. “Ich entdeckte eine Anzeige mit einer interessanten Stellenbeschreibung, (jobscfl.lu) eine Gelegenheit zum Jobwechsel, die ich mir nicht entgehen lassen wollte”. Er erklärt, was seinen Beruf so abwechslungsreich macht und wie die Teams in dieser Abteilung, in der kein Tag dem anderen gleicht, aufblühen.

Jeannots Erfahrung 

Der Ingenieur und Leiter der Engineering-Abteilung im Wartungszentrum gesteht, dass er schon immer eine Vorliebe für den technischen Aspekt und die Mechanik gehabt hat. “Ich hatte schon immer eine Leidenschaft für Autos und Maschinen, das merkte ich schon im Alter von 16 Jahren, als ich einen Traktor aus dem Jahr 1950 restaurierte”. So war es naheliegend, dass er sich für einen technisch-wissenschaftlichen Studiengang entschied.”Ich habe in Lausanne an der EPFL studiert, war anschließend in der akademischen Forschung und erst danach bin ich nach Luxemburg zurückgekehrt, wo ich als Ingenieur im Bereich Produktion, Entwicklungsprojekte und auch Design tätig war. Dies stets im privaten Sektor”. Der heutige Abteilungsleiter hatte die CFL nicht direkt als weiteren Karriereweg in Betracht gezogen, aber “die CFL-Gruppe war natürlich nie ausgeschlossen”, gesteht er.

Kleiner Überblick über die Aktivitäten 

Jeannots Team besteht aus zwanzig Ingenieuren, die auf drei Tätigkeitsbereiche verteilt sind.

“Wir haben eine Einheit, die sich Engineering Systems nennt und aus Ingenieuren besteht, die eher technisch orientiert sind. Sie kümmern sich um Fehlerbehebungen, knüpfen Kontakte zu Lieferanten oder arbeiten an der Zuverlässigkeit der Systeme. Auf technischer Ebene kann das sehr komplex sein”, erklärt Jeannot. “Man muss die Ursache für ein technisches Problem ausfindig machen, manchmal Designlösungen finden oder die Wartung überarbeiten”.

In der Einheit Engineering Projects liegt der Schwerpunkt auf der Verwaltung und der Organisation. Dort spricht der Abteilungsleiter von erfahrenen Ingenieuren, die eher “einen systematischen Ansatz haben, weil man an alle Aktivitäten denken muss, die zum Projekt dazugehören”.

Abschließend betont er, dass die Aufgabe der dritten und letzten Einheit, der Engineering Infrastructure, die Elemente der ersten beiden zusammenfasst. “Sie kümmern sich sowohl um die technische als auch um die organisatorische Komponente, und zwar zur gleichen Zeit. Es geht für sie darum, die Projekt- und Systemaspekte der Zentralwerkstatt-Infrastruktur zu verwalten.”

Als Jeannot gefragt wird, ob die Kompetenzen der Ingenieure von einer Abteilung auf eine andere übertragbar sind, antwortet er unmissverständlich mit Ja: “Dass jemand in einer bestimmten Einheit eingeteilt ist, liegt nicht etwa daran, dass ihm Kompetenzen fehlen, sondern vielmehr daran, dass er sich für einen Aspekt der Arbeit stärker interessiert als für einen anderen”. Die Frage nach dem Interesse und dem persönlichen Engagement der Mitarbeiter steht also im Mittelpunkt der Ressortgrenzen dieser Einheiten. Doch diese Grenzen sind im Alltag durchlässig: “Auch die Leute, die bei uns Projekte leiten, müssen technische Fähigkeiten haben und die Mitarbeiter die sich um die technischen Aspekte kümmern, müssen organisatorische Fähigkeiten besitzen, und jeder den Willen und die Fähigkeit, selbstständig zu lernen”.

Kein Standard-Tagesablauf

Da es sich um Wartungsarbeiten handelt, sind unvorhergesehene Ereignisse ein fester Bestandteil des Tagesablaufs. “Ich glaube, meistens kommen die Ingenieure morgens mit einer ungefähren Vorstellung von den Aufgaben, die sie im Laufe des Tages erledigen wollen. Und es ist sehr wahrscheinlich, dass sie am Ende des Tages nicht das getan haben, was sie sich vorgenommen hatten”, gesteht der Abteilungsleiter mit einem Lächeln auf den Lippen.

Es gibt natürlich auch langfristige Tätigkeiten, wie die großen Wartungen, die alle acht Jahre, fünfzehn Jahre oder sogar zwanzig Jahre durchgeführt werden müssen: “da steckt viel organisatorische Arbeit dahinter, dafür zu sorgen, dass die Ersatzteile verfügbar sind, zu verstehen, was gemacht werden muss, sicherzustellen, dass alle Arbeitsanweisungen vorliegen, …”, erklärt Jeannot. Er spricht aber auch von mittelfristigen Tätigkeiten, wie in der Systemeinheit, wo z. B. Probleme der mangelnden Systemzuverlässigkeit gelöst werden müssen: “das geschieht nicht unbedingt immer von heute auf morgen”.

Und dann gibt es natürlich noch unvorhergesehene Ereignisse, die oft einen mehrtägigen Einsatz erfordern können, wie z. B. komplexe Pannen, veraltete Teile, wiederkehrende Ausfälle oder auch Ersatzteile, die nicht mehr verfügbar sind. “Ich denke, dass es mittel- und langfristig immer Arbeit gibt, aber unsere Umstände bringen es mit sich, dass es oft zu unvorhergesehenen Ereignissen kommt”. “Man muss auch sagen, dass das Team recht klein ist und die Ingenieure viel untereinander über ihre jeweiligen Projekte kommunizieren. Es ist deswegen auch nicht ungewöhnlich, dass sie sich gegenseitig unterstützen, wenn es nötig ist”, schließt er.

Rollendes Material

Eine der Besonderheiten der Arbeit eines Ingenieurs bei der CFL ist die Kenntnis des Materials. “Man muss sich bewusst sein, dass die Maschinen, an denen man Wartungsarbeiten durchführt, eigens für die Bedürfnisse der CFL entwickelt wurden. Selbst wenn etwa zwanzig Maschinen produziert wurden, ist dies keine Massenproduktion, jede Maschine ist ein Prototyp”. Es gibt also nur wenig Erfahrungsberichte über die Maschinen, was eine enge Zusammenarbeit mit den Lieferanten erfordert. Was den Eisenbahnsektor aber vor allem unterscheidet, sind die Lieferzeiten für Ersatzteile. “Bei uns ist kein Bauteil innerhalb von 24 Stunden da, man muss eher mit einer Wartezeit von mehreren Wochen rechnen, in manchen Fällen sogar von mehreren Monaten”.

Während diese Technologien relativ ausgereift sind, mangelt es dennoch nicht an Veränderungen. “Ob es nun die ETCS-Kontrollsysteme (gemeint ist das European Train Control System) sind, die Fahrgastinformationsdienste mit Fahrplanaktualisierungen per Telemetrie, die automatische Zählung der Fahrgäste oder Technologien wie das WLAN, die vor Ort implementiert werden”, betont Jeannot.

Doch die Zukunft hält noch einige Überraschungen für die Wartungsingenieure der CFL-Gruppe bereit. “Es werden neue Veränderungen kommen, wie die Telemetrie von Diagnosedaten”.

Jeannot erinnert außerdem daran, dass die CFL ab 2023 eine neue Zugreihe einführen wird. “Wir werden eine neue Wartung einrichten, der Zug wird Daten an ein Netzwerk senden und auf der Grundlage dieser Daten werden wir die Wartung steuern, sowohl präventiv als auch kurativ. Das wird eine völlig neue Erfahrung werden”. Aber der Leiter der Engineering-Abteilung des Wartungszentrums vertraut seinem Team bei diesen neuen Herausforderungen: “Die Ingenieure sehen solche Veränderungen nicht als Problem, sondern eher als Chance”.

Wenn Sie an diesen neuen Herausforderungen teilhaben und die Stellenangebote der CFL-Gruppe kennenlernen möchten, besuchen Sie bitte unsere Karriereseite unter jobscfl.lu

Sam und Claude sind beide Ingenieure in der Abteilung Engineering und Infrastruktur der CFL. Obwohl das Prinzip der Komplementarität, das ihre Zusammenarbeit bestimmt, das Handeln innerhalb des Unternehmens fördert, behalten die beiden Kollegen dennoch ihre Einzigartigkeit. Tauchen wir für die Dauer eines Kreuzinterviews in ihren Alltag ein.

Sam, Claude, wie sind Sie beide zu diesen verantwortungsvollen Positionen gekommen?

Sam: Die Elektronik und die Telekommunikationswissenschaften haben mich schon in jungen Jahren begeistert. Nach einem BTS Technique setzte ich meine Studien fort, um ein Diplom als Telekommunikationsingenieur an der Universität in Nanzig zu erwerben. Danach meldete ich mich auf eine Stellenanzeige der CFL, die genau dem entsprach, was ich suchte. Nun bin ich also seit drei Jahren hier – und ich bereue es keine Sekunde!

Claude: Ich für meinen Teil komme aus der Automobilindustrie, wo ich fast zwanzig Jahre lang als Elektronikingenieur gearbeitet habe. Ich suchte eine neue Herausforderung und eine damals freie Stelle bei der CFL entsprach genau meinen Vorstellungen. Ich hatte dann das Glück, eingestellt zu werden und in dieses Team aufgenommen zu werden. Es ist ein sehr reiches Arbeitsumfeld, in dem ein unglaubliches Verständnis unter den Kollegen herrscht, was den Austausch fördert und eine sehr konstruktive Arbeitsdynamik schafft. Wir sind alle mit Leidenschaft dabei!

Erklärt mir doch bitte, worin eure Arbeit genau besteht?

Sam: Ich bin hauptsächlich für die Planung von Ansagen in Bahnhöfen zuständig, insbesondere für die akustische Verbreitung. Dabei werden den Fahrgästen auf den Bahnsteigen Informationen über Bildschirme mit elektronischen Anzeigen, aber auch über Audiomeldungen übermittelt. Ob es sich um verkehrsbezogene Ansagen, die Ankunft von Zügen im Bahnhof, Anschlussverbindungen oder Störungen im Streckennetz handelt, die Mitteilungen werden quasi in Echtzeit verbreitet. Und es ist meine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die Nutzer über qualitativ hochwertige Informationen verfügen, die ihnen das Reisen erleichtern und zu ihrer Zufriedenheit beitragen.

Claude: Meine Arbeit hängt mit der von Sam zusammen, ist aber viel weiter vorne angesiedelt, da unsere Abteilung  für die Planung des Glasfasernetzes zuständig ist. Wir haben im ganzen Land entlang der Gleise ein Glasfasernetz aufgebaut, welches uns ermöglicht unsere gesamte Infrastruktur,  Gebäude,  Bahnhöfe … an dieses Netzwerk anzubinden. Meine Abteilung ist für die Planung und weiteren Entwicklung der Telekommunikationsnetze zuständig, aber auch für das Kabelgebunde Teil des CFL-eigene GSM-R-Netz (eisenbahnspezifisches Netz in Europa). Es erfüllt mich mit großer Zufriedenheit, dass ich dazu beitragen kann, einen qualitativ hochwertigen Service zum Wohle der Gemeinschaft aufrechtzuerhalten. Ich bin weiterhin davon überzeugt, dass der öffentliche Verkehr und der Güterverkehr auf dem Schienenweg untrennbar mit dem einwandfreien Funktionieren der Gesellschaft und der Erhaltung unserer Umwelt verbunden sind.

Wir sind alle sehr engagiert, was die Arbeit sehr vereinfacht.

Eure Berufe sind in der Tat unterschiedlich, ergänzen sich aber dennoch. Wie würden Sie das Miteinander in Ihrer Abteilung beschreiben?

Sam: Jeder kann sich in seinem bevorzugten Bereich verwirklichen und das Miteinander ist ausgesprochen herzlich. Wir sind alle sehr engagiert, was die Arbeit sehr vereinfacht.

Claude: Ich kann mich den Worten von Sam nur anschließen. Ich bin zwar erst seit einem Jahr dabei, aber ich habe schnell meinen Platz in der Abteilung gefunden. Die Arbeit ist interessant und das Miteinander könnte nicht konstruktiver sein.

An welchen Projekten arbeiten Sie derzeit?

Claude: Meine derzeitigen Prioritäten richten sich auf die Optimierung des Glasfasernetzes und insbesondere auf die Verbindung der Datenzentren mit den Bahnhöfen, wie Ettelbrück und Rodange unter anderem. Die Telekommunikation ist jedoch ein Bereich, der sich ständig weiterentwickelt, und es stehen ständig Anpassungen und andere Verbesserungen auf dem Programm. Man ahnt gar nicht, wie wichtig Informationen in einem Unternehmen wie dem unseren sind. Es geht hier um die Sicherheit aller.

Ich wollte meiner Karriere einen neuen Impuls geben und meiner täglichen Arbeit eine neue Bedeutung verleihen.

Sam: Die Erneuerung der Bahnhöfe Rodange und Ettelbruck stellen große Baustellen dar. Wie ich bereits erwähnt habe, bin ich unter anderem für die Fahrgastdurchsagen zuständig. Eine akustische Umgebung unterscheidet sich stark von einem Ort zum anderen. Daher müssen die Lautsprechersysteme an die Umgebung angepasst werden, in der sie aufgestellt werden. Messungen und Tests im Vorfeld sind unerlässlich, um eine Hörqualität zu gewährleisten, die sicherstellt, dass die Nutzer die gesendeten Botschaften richtig verstehen.

Werden diese Anzeigen in Echtzeit geschaltet? Wie soll man sich das genau vorstellen?

Sam: Ja, das geschieht praktisch in Echtzeit. Wir verfügen über ein System, das handgeschriebenen Text auf automatisierte Weise in gesprochenes Wort umwandelt, und das in vier Sprachen. Dieses System wurde speziell für unser Land angepasst, damit auch Anzeigen in luxemburgischer Sprache geschaltet werden können.

Warum haben Sie sich für die CFL entschieden?

Sam: Die in der Stellenanzeige beschriebene Position entsprach perfekt meinem Profil und meinen Erwartungen. Ehrlich gesagt kann ich mir in Bezug auf die berufliche Entfaltung nichts Besseres vorstellen. Das soziale Umfeld ist super und die Arbeit interessant. Was will man mehr?

Claude: Ich wollte meiner Karriere einen neuen Impuls geben und meiner täglichen Arbeit eine neue Bedeutung verleihen… Die Vorstellung, im Eisenbahnbereich und im Dienste der Öffentlichkeit zu arbeiten, gefiel mir. Die CFL vereint eine Vielzahl von sehr unterschiedlichen Berufen. Es ist eine etwas andere Welt, in der jeder seinen Platz finden kann.

Was würden Sie einem Schüler raten, der sich der CFL anschließen möchte?

Sam: An das zu glauben, was er/sie tut, und das zu tun, was ihm/ihr wirklich Spaß macht! Nach dem Studium hat er/sie die Chance, einen Beruf auszuüben, der zu ihm/ihr passt. Ich könnte mir nicht vorstellen, einen großen Teil meines Lebens damit zu verbringen, Aufgaben zu erledigen, die mir nicht liegen. Und natürlich, auch wenn es manchmal schwierig ist, nicht aufgeben und durchhalten.

Claude: Sam hat meine Gedanken perfekt zusammengefasst. Und wenn ich nur eine Sache zu bedauern hätte, dann wäre es, dass ich mich nicht schon früher an die CFL gewandt habe.

Wenn Sie sich wie Sam und Claude in einem Team entfalten möchten, in dem Zusammenarbeit und Innovation Hand in Hand gehen, dann kommen Sie zu CFL

Wenn Nico mit seinem kuriosen, mit bunten Gummistiefeln verzierten Fahrrad durch die Menge der luxemburgischen Kavalkaden streift, löst sein Auftritt auch nach fast 40 Jahren immer noch Begeisterung aus. 1984 trat Nico aus Kehlen zum ersten Mal mit seinem Comedy Cycle Club in die Pedale und trat damit in die Fußstapfen seines Onkels, der eine wichtige Rolle in seinem Leben spielte. Clownsnase, gepunktete Kleidung, fantasievolle Konstruktionen – all das entdeckte Nico in seinem Elternhaus, in dem er aufwuchs. Auch bei der CFL hat Nico viele Jahre Erfahrung und hatte bereits mehrere Funktionen inne, denn wer im Privatleben so facettenreich ist, steht auch bei der Arbeit selten still.

“Ich hatte schon immer eine Schwäche für Fahrräder und liebte es, mit meinem Onkel zu basteln und an neuen Kreationen zu arbeiten. Unser Comic Cycle Club mit Sitz in Olm ist ein außergewöhnlicher Verein, der in Luxemburg einzigartig ist”, betont Nico. Seit seinem 13. Lebensjahr tritt Nico jedes Jahr bei den landesweit organisierten Kavalkaden in die Pedale, um den Zuschauern ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Der Hobbybastler liebt die Reaktionen, die seine Geräte auf Rädern bei Groß und Klein hervorrufen, auch wenn er sich nun nach langen Jahren im Verein dazu entschlossen hat herunterzuschalten. Der heute 53-Jährige hat eine Leidenschaft für das Basteln, die er schon in seiner Jugend kultiviert hat.

Nico hat die Welt der Clowns auch im familiären Umfeld kennengelernt, und zwar durch seine Cousine, die bei vielen Veranstaltungen als Clownin auftrat. “Sie war oft für die Animation bei Kostümbällen zuständig und ich habe ihr ab und zu geholfen. Nach und nach wurde ich auch angefragt, allerdings nicht für Auftritte, sondern um Spiele für Kinder anzubieten”, erklärt Nico. Die Karnevalsfahrräder waren jedoch seine damalige Priorität. Sie halfen ihm nämlich nicht nur, eine gewisse Vorstellungskraft zu entwickeln, sondern auch eine Begabung für Problemlösungen und handwerkliche Arbeit zu erwerben.

Immer eine Lösung parat

Von dieser Kreativität und Anpassungsfähigkeit profitierte auch die CFL. Wenn zu Beginn seiner Karriere Probleme im Stellwerk auftraten, legte Nico selbst Hand an. “Heute ist natürlich alles anders, es ist viel moderner. Aber damals, als ich anfing, haben wir Tests gemacht und immer wieder alles ausprobiert, bis das Problem gelöst war”. Dass Nico nach zwei Jahren Studium an der Technischen Hochschule in Luxemburg bei der Eisenbahn landete, war aber eher ein Zufall als ein vorgefasster Plan. Die CFL stellte genau zu dem Zeitpunkt ein, als er eine Stelle suchte. “1988 habe ich als Fahrdienstleiter in Dommeldange angefangen, dann habe ich in der Aufsicht in Luxemburg gearbeitet, als Fahrdienstleiter in Hollerich und ab 1993 im “neuen” Stellwerk in Luxemburg, alles von etwa 88 bis 98″, erinnert er sich.

Nach einigen Dienstjahren bestand Nico die internen Prüfungen und begann bei dem “Mouvement Gare Lëtzebuerg” zu arbeiten, wo er bis 2002 blieb. Danach war er Teil der Qualitätseinheit, in der Abteilung für Qualität, Sicherheit und Umwelt (QSE), und setzte damit seine Karriere im eher administrativen Bereich der CFL fort. “Seitdem arbeite ich nicht mehr im Außendienst, sondern im Büro. Bis 2002 war ich ständig unterwegs, doch “indem ich die Abteilung wechselte, suchte ich nach etwas Neuem”, erklärt Nico. Heute verwaltet er Richtlinien für den Infrastrukturbetrieb, um die Sicherheit der Teams, die vor Ort arbeiten, zu gewährleisten.

“Indem ich die Abteilung wechselte, suchte ich nach etwas Neuem”

Während Nicos Arbeit im Stellwerk und im Büro die Gründlichkeit und Ernsthaftigkeit erkennen lässt, die mit seiner Schlüsselfunktion für die Verkehrssicherheit einhergeht, sind seine privaten Aktivitäten mit Spaß und einem Hauch von Verrücktheit verbunden. Die Liebe zum Basteln und zur Kunst wurde mit der Zeit immer größer, als Nico das richtige Gleichgewicht zwischen seiner kreativen Leidenschaft und seiner ernsthaften Arbeit fand.

Die Liebe zu Dingen, die andere wegwerfen

Nico hat bereits einige Ausstellungen mit seinen Skulpturen hinter sich und möchte sich auch in Zukunft in diese Richtung weiterentwickeln. Er konzentriert sich auf bestimmte Arten von Materialien, von recyceltem Stahl über alte Gasflaschen bis hin zu Vintage-Staubsaugern, die er in dekorative Lampen verwandelt.

“Ich arbeite zum Teil mit Fundstücken, aber ich kaufe auch Dinge im Internet, weil man die Staubsaugermodelle, die ich suche, nicht auf dem Flohmarkt findet.” Dank seiner Erfahrung mit Fahrrädern ist er daran gewöhnt, alle möglichen Alltagsgegenstände zu zweckentfremden. Manche Dinge, die andere in den Müll werfen, sprechen ihn an und inspirieren ihn, weshalb er gerne alles, was er findet, mit nach Hause nimmt und darauf wartet, dass sich ein passendes Projekt ergibt. Als Ausstellungsraum dient ihm das ehemalige Haus seines Vaters. Es stand lange Zeit leer und wurde nun in eine Kunstgalerie umgewandelt, in der Nico und andere Künstler ihre Werke ausstellen.

Er nimmt sich gerne Zeit für seine Kunst, denkt sich immer wieder neue, interessante Konstruktionen aus und teilt seine Leidenschaft auch mit anderen, denn obwohl der Eisenbahner manchmal ruhige Momente schätzt, blüht er in guter Gesellschaft auf. “Man muss auf die richtige Mischung achten”, meint er. In einigen Jahren will er sich voll und ganz seiner Kunst und seinen Freunden widmen, denn er sieht das Ende seiner langen Karriere bei der CFL nahen. “Nach und nach gehen alle, die mit mir bei der Eisenbahn angefangen haben, in Rente, also darf man auch selbst mal darüber nachdenken”.

“Ich arbeite zum Teil mit Fundstücken, aber ich kaufe auch Dinge im Internet, weil man die Staubsaugermodelle, die ich suche, nicht auf dem Flohmarkt findet.”

Für den Tausendsassa hätte es bei der CFL nicht besser laufen können, denn die vielen Aufgaben, die er in über 30 Jahren bewältigt hat, haben ihm eine abwechslungsreiche und spannende Arbeit ermöglicht. Ein erfülltes Privat- und Berufsleben, das durchaus einen eigenen Artikel verdient hat.

Wenn Sie wie Nico eine spannende Karriere anstreben, entdecken Sie alle unsere Möglichkeiten auf unserer Karriereseite!

Obwohl sie hauptsächlich im Hintergrund agieren, spielen Kevin J., Nicolas, Hugo und Kevin A. eine entscheidende Rolle bei der CFL. Die vier Kollegen gehören zur Kundeninformatikabteilung und sind dafür verantwortlich, jedem neuen Mitarbeiter die für seine Arbeit unerlässlichen Werkzeuge zur Verfügung zu stellen. Diese geschätzten Mitarbeiter erläutern uns die Natur ihres Berufs.

Hallo Kevin J., Nicolas, Hugo und Kevin A. Ihr arbeitet zusammen im CFL Kundeninformatikteam, jedoch jeder in einem anderen Bereich. Könnt ihr eure jeweiligen Aufgaben kurz erläutern?

Kevin J.: Unsere Abteilung besteht aus etwa 20 Mitarbeitern. Alle vier von uns gehören verschiedenen Teams an, aber in Wirklichkeit arbeiten wir alle zusammen. Jedes Team kümmert sich um unterschiedliche Aufgaben. Kevin ist zum Beispiel für alles zuständig, was mit Tablets und Smartphones zu tun hat, während Nicolas und Hugo sich um die Hardware, Computer und Software kümmern. Ihre Teams befassen sich eher mit dem technischen Aspekt, während ich meinerseits der Forschungsgruppe für PCs und Laptops angehöre. Wir alle arbeiten an dem, was wir heute als Digital Workplace bezeichnen.

Wie der Name der Abteilung schon sagt, ist unsere Arbeit auf den Kunden ausgerichtet. In unserem Fall sind die Kunden die Mitarbeiter der CFL. Unsere Hauptaufgabe besteht darin, Neuankömmlingen die Computerausrüstung zur Verfügung zu stellen, die sie für ihre Arbeit benötigen. Dazu gehören PCs, Laptops, Bildschirme, Drucker, Scanner, Tastaturen, Mäuse, Smartphones und Tablets. Unsere Aufgabe ist es, die Geräte vorzubereiten und zur Verfügung zu stellen, aber wir unterbreiten auch Verbesserungsvorschläge.

Nicolas: Hugo und ich arbeiten im Bereich Kundeninformatik. Wir bereiten die Computer und Maschinen für die Benutzer vor. Wenn ein neuer Mitarbeiter eingestellt wird, erhalten wir eine Anfrage und es ist dann unsere Aufgabe, die benötigte Hardware entsprechend den Bedürfnissen des Mitarbeiters vorzubereiten. Unser Team ist dabei in zwei Gruppen unterteilt. Die eine Gruppe kümmert sich eher um die tägliche Arbeit, und die andere Gruppe um kleinere Projekte. Wir arbeiten nach einem Rotationssystem: So war ich bis Ende letzten Jahres in der Projektgruppe und Hugo in der Gruppe, die sich um die tägliche Arbeit kümmert. Jetzt ist es umgekehrt.

Hugo: Wir bereiten aber nicht nur das Material vor, sondern liefern es auch an die Mitarbeiter und sorgen vor Ort dafür, dass ihnen nichts fehlt.

Kevin J.: In meinem Forschungsteam beschäftige ich mich mit der Planung größerer Projekte und wir versuchen, dem Team von Nicolas und Hugo Hilfsmittel zur Verfügung zu stellen. Wir sorgen dafür, dass ein Großteil der Prozesse automatisiert wird, damit sie z. B. nicht jedes Mal manuell eine CD einlegen müssen, wenn sie Windows auf einem neuen PC installieren müssen. Die Aufgabe meines Teams besteht darin, große Projekte zu leiten, dafür zu sorgen, dass interne Prozesse automatisiert werden, und Probleme zu lösen. In diesem Zusammenhang arbeiten wir Hand in Hand mit den anderen Teams.

Kevin A.: Das Team, in dem ich arbeite, verwaltet Smartphones und Tablets. Bisher sind das über 4000 Geräte und 5000 Abos. Unsere Aufgaben sind vielfältig: Lieferung der mobilen Geräte, Projektintegration, Testen von neuen Android und IOS Hauptversionen. Wir haben die Rolle der Innovation und der kontinuierlichen Verbesserung inne. Ich selbst kümmere mich um alles, was mit Smartphones und Tablets zu tun hat. Heutzutage arbeiten viele Mitarbeiter im Außendienst und sind nicht unbedingt auf einen Computer angewiesen. Sie nutzen jedoch bestimmte Apps im Rahmen ihrer Arbeit. Zum Beispiel, um Fotos direkt in das System zu importieren, damit der Bezirksleiter sofort sieht, was auf den Bahngleisen vorgeht.

L’informatique client : une organisation bien rôdée

Eure Aufgabe ist es, den sogenannten “Arbeitsplatz” für neue Mitarbeiter einzurichten. Wie genau gehen Sie dabei vor?

Kevin J.: Genau, als Arbeitsplatz bezeichnen wir den Computer oder Laptop mit dem Bildschirm, der Tastatur und der Maus des Mitarbeiters – also die Computerarbeitsplattform. Wenn ein Mitarbeiter bei der CFL anfängt, erhält er eine Liste mit der Hardware, die ihm zur Verfügung gestellt werden kann. Jede Dienststelle hat einen IT-Korrespondenten, der im direkten Kontakt mit uns und der IT-Abteilung steht. Er ist es auch, der den Antrag stellt, um neue Hardware oder Software zu erhalten. Der Leiter der jeweiligen Abteilung übergibt den IT-Korrespondenten die Liste mit der Hardware, die der neue Mitarbeiter benötigt. Da die CFL mehrere Standorte hat, ist es wichtig, dass die Korrespondenten uns einen Termin und einen Ort mitteilen, an dem die Hardware zur Verfügung gestellt werden soll. Sobald diese Informationen an unsere Abteilung weitergeleitet wurden, prüfen wir die Anfrage und beginnen dann mit der Vorbereitung der Ausrüstung. Im Durchschnitt ist alles ein oder zwei Tage vor Dienstantritt des Mitarbeiters bereit.

Nicolas: So ist es! Wir sorgen dafür, dass alles geliefert wird, bevor die neue Mitarbeiterin oder der neue Mitarbeiter eintrifft.

Kevin J.: Aus diesem Grund bitten wir die Dienststellen, uns mindestens fünf Tage vor dem Dienstantritt des neuen Mitarbeiters zu benachrichtigen. Wir müssen nämlich bestimmte Ausrüstungsgegenstände bestellen und die Lieferung des Materials organisieren.

Kevin A.: Zunächst bereiten wir eine benutzerspezifische Konfiguration und das zukünftige Mobilgerät vor. Für die Inbetriebnahme des Geräts bieten wir eine individuelle Schulung für den Nutzer an, entweder in einem unserer Schulungsräume oder per Videokonferenz aus der Ferne.

Wenn man in der IT-Branche arbeitet, gehört die Erneuerung der Hardware zum Arbeitsalltag. Ist dies eine Herausforderung für euch?

Kevin A.: Das ist eine echte Herausforderung und ziemlich zeitaufwändig. Da die Hersteller ihre mobilen Geräte häufig erneuern und unsere Sicherheitsanforderungen hoch sind, muss unser Team dafür sorgen, dass unser Informatikbestand immer auf dem neuesten Stand ist.

Die Herausforderung besteht also darin, ständig nach neuen Technologien Ausschau zu halten, neue Zubehörmodelle zu untersuchen und diese in unsere Projekte zu integrieren, wie z. B. Tastaturen oder Workstations. Dazu gehören auch sämtliche Aufgaben, die mit der Erneuerung des Geräteparks einhergehen, wie z. B. die Auswahl eines zertifizierten Wipe (vollständiges Löschen des Geräts), die Entsorgung defekter Geräte, die Aktualisierung des Inventars …

Kevin J.: Generell müssen wir uns, wie alle anderen auch, an neue Technologien anpassen, die auf den Markt kommen. Wir müssen ihre Funktionsweise erforschen und unser System so anpassen, dass sie integriert werden können. Dabei gilt die altbewährte Methode “Learning by doing”. Das beste Beispiel ist Microsoft Teams während der Gesundheitskrise. Dieses Programm wurde zwar schon vorher genutzt, jedoch nicht in dem Ausmaß, wie es jetzt der Fall ist. So mussten wir zunächst prüfen, wie es sinnvoll eingesetzt werden kann, und sein ganzes Potenzial ermitteln. Das ist ein sehr zeitaufwändiger Prozess, aber es gehört zum Beruf und soll einem auch Spaß machen. Wenn man im IT-Bereich arbeitet, kann man nicht erwarten, dass man in zwanzig Jahren noch die gleichen Aufgaben erledigt. Es ist eine kontinuierliche Weiterbildung

Teamgeist und logisches Denken sind für die Lösung von Problemen unerlässlich

Was sind die Voraussetzungen, um in der Kundeninformatik zu arbeiten?

Kevin J.: Wir haben nahezu alle eine Informatikausbildung. Wenn man sich auf das luxemburgische Schulsystem bezieht, handelt es sich dabei um eine Ausbildung im “technischen” oder “klassischen” Informatikzweig der Oberschule. Für die Arbeit, die wir hier machen, ist hingegen kein Bachelorabschluss erforderlich, ein Abschluss der Sekundarstufe (oder Abitur) reicht aus. Was wir in unserem Berufsalltag am meisten brauchen ist logisches Denken. Man sollte wissen, wie man ein Problem angeht und analytisch denken können, denn oftmals hat ein Problem nicht nur eine Quelle, sondern mehrere.

Und wie würdet ihr die Atmosphäre innerhalb des Teams beschreiben?

Kevin J.: Bei uns herrscht eine sehr gute Stimmung. Dies geht über das Arbeitsumfeld hinaus, wir pflegen eine freundliche und familiäre Atmosphäre. Gelegentlich gehen wir auch nach der Arbeit zusammen etwas trinken oder essen.

Hugo: Ich bin seit etwa einem Jahr hier, also relativ neu im Unternehmen, aber die Eingliederung wurde mir sehr leicht gemacht. Man nimmt sich hier selbst nicht zu wichtig, sodass sich die Neuankömmlinge schnell wohlfühlen.

Kevin A.: Die Atmosphäre im Team ist für uns sehr wichtig, denn sie ist die Grundvoraussetzung für die Kommunikation und unser Wohlbefinden. Wir sind ein eingespieltes Team, in meinem Fall z. B. bin ich sehr früh in das Unternehmen eingestiegen: Dank der Unterstützung meiner Kollegen und meiner Arbeit konnte ich mich schnell weiterentwickeln.

Nicolas: Ich selbst fing vor sechs Jahren an, bei der CFL zu arbeiten. Beim Vorstellungsgespräch mit dem Abteilungsleiter wurde mir zwar alles erklärt, aber ich erinnere mich noch, dass es mir schwer fiel, mir die Arbeit konkret vorzustellen. Erst als ich anfing, hier zu arbeiten, wurde mir die Anzahl der Personen, die in das System involviert sind, und die Größe der Infrastruktur bewusst.

Man lernt auch die Arbeit von Leuten wie Kevin J. zu schätzen, die dafür sorgen, dass die Prozesse automatisiert werden. Dies hatte ich so noch nie zuvor erlebt, denn in einem kleinen Unternehmen wird alles noch manuell durchgeführt, was hier natürlich nicht möglich ist. Es war ein kleiner Kulturschock für mich, aber einer, der positiver nicht sein könnte.

4500 stationäre Terminals, 4200 mobile Terminals und Arbeitskollegen, die zu Freunden werden

“Die CFL investiert in die Zukunft der Mitarbeiter, denn das Ziel ist es, Personen einzustellen, die eine Langzeitkarriere anstreben”.

Was würdet ihr denjenigen raten, die sich der CFL anschließen möchten?

Kevin J.: Ich würde jedem Interessenten sagen, dass er nicht zögern sollte! Man braucht keine Angst zu haben, denn auch wenn das alte Image der erstarrten alten Verwaltung noch ein wenig an uns klebt, sieht die Realität ganz anders aus. Man darf hier kein ruhiges Leben erwarten, es gibt viel Arbeit, doch die Aufgaben sind spannend. Im Großen und Ganzen handelt es sich noch um ein echtes luxemburgisches Traditionsunternehmen, das wie eine große Familie funktioniert. Egal wen man anruft, man wird direkt geduzt, was ich extrem sympathisch finde.

Hugo: Das Personal wird hervorgehoben, da viel Wert auf die berufliche Entwicklung der Mitarbeiter gelegt wird.

Kevin J.: Die CFL investiert in die Zukunft der Mitarbeiter, denn das Ziel ist es, Personen einzustellen, die hier eine Langzeitkarriere anstreben. Derzeit ist eine Stelle in Nicolas und Hugos Team und eine weitere in Kevin A.s Team zu besetzen. Denn je mehr Mitarbeiter in einem Unternehmen arbeiten, desto mehr Personen werden benötigt, die sich um diese kümmern. Etwa 4500 Computer, Laptops und virtuelle Maschinen sind im Umlauf, dazu kommen rund 9000 Bildschirme und etwa 4200 Mobiltelefone und Tablets. Es gibt also viel zu tun, und wir brauchen engagierte Menschen, die unsere Reihen verstärken.

Kevin J.: Die CFL investiert in die Zukunft der Mitarbeiter, denn das Ziel ist es, Personen einzustellen, die hier eine Langzeitkarriere anstreben. Derzeit ist eine Stelle in Nicolas und Hugos Team und eine weitere in Kevin A.s Team zu besetzen. Denn je mehr Mitarbeiter in einem Unternehmen arbeiten, desto mehr Personen werden benötigt, die sich um diese kümmern. Etwa 4500 Computer, Laptops und virtuelle Maschinen sind im Umlauf, dazu kommen rund 9000 Bildschirme und etwa 4200 Mobiltelefone und Tablets. Es gibt also viel zu tun, und wir brauchen engagierte Menschen, die unsere Reihen verstärken.


Lust sich auf eine spannende Karriere bei der CFL einzulassen? Schicken Sie uns Ihre Bewerbung!

Alessandra kommt Ihnen sicherlich bekannt vor. Als Pressesprecherin der CFL ist sie die CFL-Stimme in Radio und Fernsehen. Dabei wird sie regelmäßig in Luxemburgs Zeitungen und Magazinen zitiert. Neben dieser öffentlichen Präsenz ist diese zielstrebige Frau auch Leiterin unserer Kommunikationsabteilung, die hinter den Kulissen ein vielseitiges Teams managt, dem die Kommunikation im Blut liegt.

Alessandra, du bist Leiterin der Kommunikationsabteilung der CFL. Wie sieht dein Tagesablauf aus?

Ich sage immer, dass man erst am Abend weiß, was man getan hat, und das ist selten das, was man geplant hatte. Es ist ein unberechenbarer Beruf. Während wir manchmal den ganzen Tag damit verbringen, Pressekonferenzen zu organisieren und zu planen, unsere Podcasts aufnehmen oder Inhalte für unsere vielfältigen Medienkanälen zu erstellen, müssen wir oftmals unsere Pläne schnell über Bord werfen. Und zwar wenn ein Vorfall eintritt, über den die Kunden so schnell wie möglich informiert werden müssen, z. B. über Störungen, die in Luxemburg auftreten können. Eines Tages wurde z. B. unter der Erde ein Relikt aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt, was natürlich eine große, unerwartete Pressearbeit in Gang setzte!

Welcher Werdegang hat dich zu dieser wichtigen Funktion geführt?

Ich habe einen etwas atypischen Hintergrund. Zunächst habe ich in Belgien Business Administration studiert. Meine erste Berufserfahrung sammelte ich in der Finanzbranche, bei Investmentfonds und später im Bankwesen. In diesen Jobs kam ich dann schnell mit den Bereichen Marketing und Kommunikation in Berührung, welche mich begeisterten und mich zu einer Stelle als Kommunikationsmanagerin für den Luxemburg-Marathon und später zu einer Luftrettungsfirma führten. Dann fiel ich sozusagen vom Himmel auf die Schienen – nämlich zur CFL! In meinem Fall war die Kommunikation ein autodidaktischer Lernprozess. In dieser Branche ist die Ausbildung zwar wichtig, aber wirklich gut wird man erst durch Berufserfahrung, und ich würde sogar sagen, durch Lebenserfahrung und die Qualität unserer Interaktionen mit Menschen im Laufe der Jahre.

Kannst du uns das Aufgabenspektrum deines Teams zusammenfassen?

Mein Team beschäftigt sich sowohl mit interner als auch mit externer und digitaler Kommunikation. Das erfordert zwei ganz unterschiedliche Herangehensweisen und „tones of voice“. Pressekonferenzen, Pressearbeit, Jahresberichte, Betreuung und das Moderieren sozialer Netzwerke, Texte für die Website, das Erstellen von Postern und Bildern für Webpublikationen, das Aufnehmen von Podcasts und die Koordination von Videoinhalten sind unser tägliches Brot.

Du leitest ein Team von 14 Kommunikationsprofis. Wer sind sie, und was machen sie?

Sie sind Redakteure, PR-Spezialisten, Social-Media-Manager, Inhaltskoordinatoren, Fotografen, Grafikdesigner, Verantwortliche für unsere Medienkampagnen und Veranstaltungsorganisatoren (denn die Kommunikationsabteilung kümmert sich auch z. B. sich um die Organisation zahlreicher Eröffnungsveranstaltungen). Sie alle fühlen sich in der Produktion von formelleren Inhalten wie Jahresberichten genauso wohl wie in lebhafteren Inhalten für die breite Öffentlichkeit. Diese Berufe sind schnelllebig und ständig im Wandel. Unser Social-Media-Manager ist beispielsweise ein hervorragender Ersteller von Mikroinhalten für Instagram oder Tiktok, aber er betreibt auch Monitoring, indem er ständig im Auge behält, was bei uns (Interaktionen in unseren Netzwerken) und bei anderen (um Trends aufzuspüren oder Nachrichten zu finden, die uns betreffen) passiert.

Was ist deiner Meinung nach eine gute Unternehmenskommunikation?

Ich strebe immer danach, drei große Qualitäten zu erreichen: Authentizität, Kohärenz und Glaubwürdigkeit. In der Kommunikationsbranche muss man zudem mit Emotionen spielen können, um das Publikum zu berühren und zu begeistern. Aber wenn unsere Leidenschaft das Kommunizieren ist, dann glaube ich, dass man vor allem auch zuhören können muss. Zuhören ist der Schlüssel unserer Arbeit: Man baut darauf auf, um dann die Informationen zu liefern, nach denen die Menschen wirklich suchen. Nur so können wir sicherstellen, dass wir den Bedürfnissen der Öffentlichkeit gerecht werden.

Du bist auch Pressesprecherin der CFL. Welchen Stil verfolgst du bei deinen öffentlichen Reden im Namen des Unternehmens und warum?

Ich lege großen Wert auf einen klaren Diskurs. In der Medienbranche, in der die Zeit knapp ist und unsere Rede in einer Flutwelle von Informationen stattfindet, muss man vor allem gut erklären und vulgarisieren können, um sicherzustellen, dass das Publikum alles versteht. Ich bevorzuge vollständige und kurze Sätze, um zu verhindern, dass meine Worte aus dem Zusammenhang gerissen werden.

Die Wortwahl ist auch sehr wichtig, nehme ich an …

Das ist ein sensibles Thema für mich. Beispielsweise haben wir uns kürzlich gefragt, ob wir von “Baustellen” oder “Arbeiten” sprechen sollten. Wir haben uns für “Arbeiten” entschieden, da es ein dynamischeres und positiveres Wort ist. Qualität ist eine unserer Prioritäten, und wir tragen eine große Verantwortung.

Für einen Teil der Öffentlichkeit verkörperst du die CFL.  Wie verträgt sich dein Job, das sehr öffentlich ist, mit deinem Privatleben?

Es gehört zu meinem Job, im Fernsehen aufzutreten. Und es stimmt, dass ich auch außerhalb der Arbeit dem Image der CFL treu bleiben muss. Es muss eine Kontinuität zwischen meinem Berufs- und meinem Privatleben geben: Ich habe die Pflicht, auch am Sonntag, wenn man mich im Supermarkt trifft, ein professionelles Auftreten zu wahren. Aber ich kann Sie beruhigen, das ist für mich ganz natürlich. Ich muss mich dafür nicht besonders verbiegen.

Zu deiner Arbeit gehört auch Pressearbeit. Wie ist deine Beziehung zu Journalisten?

Die CFL hat ein gutes Verhältnis zu den Medien und Journalisten, sowohl in Luxemburg als auch in der Großregion. Ich bin gerne in regelmäßigen Kontakt mit ihnen, rufe sie spontan an, um ihnen von uns zu erzählen, sie über unsere Aktualität auf dem Laufenden zu halten und ihnen von unseren großen Infrastrukturprojekten zu berichten. Zum Beispiel werden wir bald eine der größten Eisenbahnbrücken des Typs “bowstring” in Europa einweihen. Ich rufe die Journalisten an, lade sie ein, sich die Bauarbeiten anzusehen, und gebe ihnen Zugang hinter die Kulissen. Was wichtig ist, sind Offenheit und gegenseitiges Vertrauen. Und Zuverlässigkeit: Ich muss ihnen immer gute, zuverlässige Informationen geben und unsere Verpflichtungen und Termine einhalten, um unsere gute Beziehung zu pflegen.

Stellen auch Sie wie Alessandra Ihre Leidenschaft für Kommunikation in den Dienst eines öffentlichen Unternehmens, das mitten im Leben der Menschen agiert und in dem jeder Tag neue spannende Herausforderungen bringt.

Als seine geliebte Großmutter ihm vorschlug, seiner Leidenschaft für das Reisen nachzugehen und eine Karriere im Eisenbahnwesen in Betracht zu ziehen, verlor Patrick keine Zeit. “Meine Großmutter hatte Recht, denn ich habe mich schon als Kind für die Welt des Transports begeistert”, erzählt er.

In Luxemburg geboren und an der Mosel aufgewachsen, wurde er zunächst Zugbegleiter bei der CFL, nachdem er einige Jahre im Bereich der Koordination von Luftfrachtoperationen gearbeitet hatte. “Aber über die Welt des Transports hinaus”, sagt er, “war es die wimmelnde Welt des Eisenbahnwesens, die mich anzog. Ich bin ein sehr geselliger Mensch und wusste, dass es mir Spaß machen würde, meine Tage in Zügen voller Menschen zu verbringen.”

Und er behielt recht. Schon bald fielen seine Führungsqualitäten und seine fröhliche und gewinnende Persönlichkeit auf. Es dauerte nur wenige Jahre, bis er zum Teamleiter befördert wurde. Dann wurde er immer häufiger eingeladen, bei der Rekrutierung neuer Begleiter mitzuwirken und sich an verstärkten Kontrollmaßnahmen mit Kollegen von Transportunternehmen aus den Nachbarländern zu beteiligen. Die Herausforderungen sind anregend und erfüllen ihn.

Im Jahr 2020 dann der Kurswechsel. Als der öffentliche Nahverkehr in Luxemburg völlig kostenlos wird, werden die Aufgaben der Zugbegleiter umgestaltet – nun stärker auf die Sicherheit der Fahrgäste und die Information der Reisenden ausgerichtet. Die Teams verändern sich, und die CFL bietet Patrick an, die Abteilung zu wechseln um eine Patrouille von Allround-Mitarbeitern zu leiten, die im Bahnnetz unterwegs sind und sich um Wartungsarbeiten und verschiedene Anzeigen kümmern. Ein Allround-Trupp, dessen Aufgaben sehr vielfältig sind.

Der Ursprung des mobilen Mitarbeiterteams

Der kostenlose Transport in Luxemburg bedeutete auch das Ende einer Ära für die sechs Mitarbeiter, die seit 2007 die Fahrkarten in allen Bussen des RGTR-Netzes kontrollierten. Das mobile Team ist also in erster Linie für sie gedacht, um ihre Umschulung zu gewährleisten. Gemeinsam mit der Qualitätsabteilung wurden die Aufgaben des Teams festgelegt: Sie sollen die Augen der Qualitätsabteilung vor Ort und die logistische Unterstützung für möglichst viele Menschen sein.

Sie sind die Augen der Qualität, wenn sie unser Dienstleistungsniveau auf die Probe stellen, indem sie den ganzen Tag in den Zügen und auf den Bahnhöfen verbringen, um zu überprüfen, ob alles so funktioniert, wie es in unseren Verpflichtungen im Rahmen des öffentlichen Dienstleistungsvertrags vorgesehen ist (akustische Ansagen, Inventar des Materials…).

Sie sind logistische Unterstützer indem sie die “Packup”-Boxen aufstocken, aus denen ihre Kollegen jederzeit eine Trillerpfeife, ein Tablet oder eine Krawatte holen können. Auch bei Störungen im Netz helfen sie die Reisenden durch die Baustellen zu führen oder die interne Post mit dem Auto von Bahnhof zu Bahnhof zu bringen, wenn die Züge nicht fahren. Und nicht zuletzt unterstützen sie die Logistik, indem sie durch ihr Eingreifen die Arbeit ihrer Kollegen angenehmer gestalten: “Ihre Arbeit ist sehr vielfältig”, erklärt Patrick. Ihr Tag dreht sich zwar in erster Linie um die Wartung der Pack-up-Schließfächer, aber sie können genauso gut gebeten werden, kleine Malerarbeiten zu erledigen oder neue Möbel in den Pausenräumen der Mitarbeiter aufzustellen. Außerdem führen sie Inventuren zum Wartungsbedarf durch”. Die Inventur im Bahnhof Luxemburg zum Beispiel wird mindestens einmal im Monat durchgeführt und beschäftigt zwei Personen einen Tag lang. “Wir überprüfen alle Anzeigen sowie den Zustand der Anzeigekästen und andere Anomalien oder Mängel, z. B. kaputte Fahrkartenautomaten, defekte Aufzüge oder Tafeln mit veralteten Anzeigen.”

Im Werkzeugkasten des Mitarbeiters des mobilen Teams befinden sich Schlüsselbunde, mit denen alle Schließfächer und Aushangkästen geöffnet werden können: Die richtige Handhabung und Verwaltung dieses Schlüsselarsenals ist nicht so einfach, wie es sich anhört. Das mobile Team muss auch eine Bestandsaufnahme der von den Zugbegleitern verwendeten Ausrüstung (Trillerpfeifen, Schlüssel und andere) machen und die Teile wiederfinden, die manchmal auf dem Weg verloren gehen. “Ein Teil der Verwaltung der Packup-Schließfächer ist computergestützt, aber die Augen des mobilen Teams sind oft noch die einzigen Werkzeuge, auf die man sich verlassen kann”, versichert Patrick.

Auch die Anzeige von Informationen über Baustellen und Bauarbeiten ist komplexer als es zunächst den Anschein hat. “Wir erhalten die Planungen für Baustellen und Störungen der verschiedenen Linien vom Baustellenbüro und von der Kommunikationsabteilung. Unsere Aufgabe besteht darin, zunächst mit der für die Veröffentlichung der Fahrpläne zuständigen Einheit, dem Redakteur der Kundeninformationen und der Abteilung, die die Verkehrsverbindungen koordiniert, zusammenzuarbeiten, um den Inhalt der Anzeigen zu validieren. Dann werden die Anzeigen nach unseren verschiedenen Standards gedruckt, je nachdem, wo sie ausgehängt werden sollen. Unsere Mitarbeiter werden sie dann in den Bahnhöfen und in den entsprechenden Schließfächern anbringen.”

Ein Team mit bunt gemischten Profilen

Neben seinem festen Mitarbeiterstab wird Patricks Team durch zusätzliche Truppen verstärkt, die oft aus Quereinsteigern bestehen, die auf eine neue Aufgabe warten.

“Manchmal habe ich ein Team von 15, manchmal von 5 Leuten”, erklärt Patrick. Aber es ist immer anregend, mit Leuten zusammenzuarbeiten, die einen anderen beruflichen Hintergrund haben und mit spezifischen Fähigkeiten ankommen, die uns immer sehr nützlich sind.”

Die Missionen entwickeln sich, das Team wächst

Im Laufe der Zeit führten die wirklich qualitätsorientierten Aufgaben zur Schaffung einer eigenen Einheit, die vom mobilen Team unabhängig ist. Das mobile Team konzentrierte sich auf die Aushänge und die Unterstützungsfunktion: ein Team, das sich voll und ganz den Kunden und Agenten widmet.

Für das mobile Team wird es in den nächsten Monaten und Jahren nicht an Herausforderungen fehlen. Patrick erklärt: “Wir befinden uns in einer Zeit, in der die Bahnhöfe umfassend renoviert werden. Einige Baustellen sind bereits weit fortgeschritten und andere werden folgen, wir investieren viel in den Komfort der Fahrgäste.”

Patrick und sein Team sind bereit, die Herausforderung anzunehmen! Tragen auch Sie dazu bei, den Service für unsere Kunden zu verbessern: Wir stellen ein, in (fast) allen Bereichen.

Die Datenverarbeitung bei der CFL ist ein wichtiges Thema. Und genau das ist es, womit sich Thibaut und sein Kollege Thierry im Datahub-Team beschäftigen. Eine spannende Begegnung:

Hallo Thibaut, du bist 27 Jahre alt und seit nunmehr drei Jahren Programmanalytiker für Business Intelligence im Datahub-Team: Wie wäre es, wenn du uns zunächst einmal erklärst, was Business Intelligence ist?

Business Intelligence, abgekürzt “BI”, bezeichnet einen technologischen Prozess der Datenverarbeitung und -analyse, dessen Ziel es ist, nützliche und für den Endbenutzer verständliche Informationen zu präsentieren, um daraus Wissen für das Unternehmen und seine Mitarbeiter zu gewinnen.

Es ist so etwas wie ein Daten-Werkzeugkasten, der es jedem, der einen Bedarf hat, ermöglicht, auf der Grundlage der ihm zur Verfügung gestellten Visualisierungen und Statistiken schnelle Entscheidungen und Handlungen zu treffen.

Angenommen, man stellt fest, dass ein Parkplatz eine bestimmte Anzahl unbesetzter Plätze hat, obwohl er voll belegt sein sollte. Mithilfe von BI-Tools wird man dies erkennen und jemanden losschicken können, um herauszufinden, warum diese Plätze unbesetzt sind (Baustellen, Staus usw.).

Vielleicht noch eine kleine Begriffserklärung, damit wir es besser verstehen: Datahub, Daten, Big Data … wo liegt eigentlich der Unterschied?

Der “Hub” von Datahub bezeichnet sozusagen einen Durchgangsort, und es ist unsere Abteilung, durch die die Daten des Unternehmens oder “die Daten” fließen. Die Daten, data auf Englisch, sind ein rohes Informationselement, das strukturiert (Excel-Datei, Datenbank usw.) oder unstrukturiert (Bild, Ton usw.) sein kann, und das ohne Kontext nicht ausgewertet oder verstanden werden kann. Big Data schließlich bezeichnet die Gesamtheit aller Daten, die von Unternehmen gesammelt werden, unabhängig von jeglicher Verarbeitung. Big Data ist ein eigenständiges Thema in unserer Informationsgesellschaft: Wir generieren immer vielfältigere Daten in immer größeren Mengen und mit immer höherer Geschwindigkeit. Der wahre Mehrwert für Unternehmen besteht darin, aus dieser Datenmasse nützliche Informationen zu gewinnen. Genau darin besteht die Aufgabe unseres Datahub-Teams: Wir implementieren eine Lösung, die in der Lage ist, einen großen Datenstrom zu bewältigen, sie in nützliche Informationen und Wissen umzuwandeln (z. B. durch Querverweise) und sie für die Abteilungen, die sie benötigen, zugänglich und nutzbar zu machen.

Kannst du uns erklären, worin genau deine Aufgabe im Datahub-Team besteht?

Als BI- Programmanalytiker besteht meine Hauptaufgabe darin, Lösungen zu bestimmen und zu entwickeln, die Rohdaten, die aus Informationssystemen oder Sensoren in Halb- und/oder Echtzeit stammen, in Informationen umwandeln, die für das Geschäft nützlich und klar sind. Ich stelle Berichte oder “Dashboards” für die Abteilungen zur Verfügung, die es ihnen ermöglichen, auf Informationen zuzugreifen und sie besser zu interpretieren, indem sie sie beispielsweise mit anderen Elementen verknüpfen. Ich werde Ihnen später ein Beispiel nennen.

Seit zwei Jahren konzentrieren wir uns zudem auf eine neue Technologie, die es ermöglicht, Rohdaten diesmal in Echtzeit zu verarbeiten. Dafür arbeiten wir mit dem Internet Of Things-Team zusammen, um Betriebsabläufe aufzubauen, die Daten von den durch sie installierten Sensoren (in Räumen, an Bord von Schienenfahrzeugen, auf den Schienen …) abrufen und daraus mithilfe eines automatisierten Prozesses Informationen gewinnen.

Wie werden diese Berichte konzipiert?

Die Berichte werden ausgehend von den Bedürfnissen der Nutzer erstellt: Zunächst ermitteln wir die Quellen (intern oder extern), die uns die Daten liefern werden.

Wenn es notwendig ist, sich mit einem externen System zu verbinden, um die Daten abzurufen, werden wir das IT-Sicherheitsteam einschalten, um sicherzustellen, dass die Datenströme vertraulich sind. Wie bei allem bei der CFL hat die Sicherheit oberste Priorität.

Bei intern gesammelten Daten kann es auch vorkommen, dass es sich um Daten handelt, die man noch nicht sammelt, und dann muss man festlegen, wie sie gesammelt werden sollen. In letzter Zeit läuft das meist über das IoT-Team und die Sensoren, die es installieren wird, um den Bedarf an Datenerhebung zu decken.

Sobald die Kommunikation zwischen all unseren Datenquellen und unserem Business-Intelligence-Tool funktioniert, analysieren wir als Nächstes, wie wir die Daten präsentieren oder miteinander verknüpfen können, damit sie zu nützlichen Informationen für den Nutzer werden.

Für die Nutzer bedeutet dies konkret, dass sie ins Internet gehen und sich in ihre digitale Arbeitsumgebung einloggen müssen, um auf ihren Bericht zuzugreifen, was sehr einfach ist. Die Informationen werden auf sehr visuelle Weise mit Tabellen, Grafiken und Histogrammen dargestellt, die verschiedene Kriterien aufgreifen, die sie nach Belieben anpassen können.

Wir haben Elisa aus dem IoT-Team vor einigen Monaten getroffen, und sie hat uns von dem intelligenten Parkplatz in Bettemburg erzählt. Sie wurde damit beauftragt, den richtigen Sensortyp zu finden, um die Anwesenheit von Autos auf dem Parkplatz zu erkennen. Worum geht es bei diesem Projekt von deinem Standpunkt aus?

Sobald das Team von Elisa den richtigen Sensortyp gefunden und sichergestellt hatte, dass er mit unserer Plattform kommunizierte, übernahm ich die Aufgabe, einen computergestützten Workflow einzurichten, der diese Daten abrief, in das gewünschte Format umwandelte und in unseren Datenbanken speicherte. Mithilfe eines anderen Teams der IT-Abteilung extrahierten wir die Daten, um sie den Nutzern intern zur Verfügung zu stellen. Das Ziel dieses Projekts ist es, den Zugbenutzern in Echtzeit Informationen über die Anzahl der verfügbaren Plätze zu liefern, damit sie ihre Reisen besser planen können. In einer nicht allzu fernen Zukunft möchten wir die Bewegungen auf dem Parkplatz genau vorhersagen können, immer mit dem Ziel, dem Kunden einen besseren Service zu bieten. Dazu werden wir uns auf die Historie der beobachteten Bewegungen stützen, um ein Vorhersagemodell zu erstellen. Anhand der in Echtzeit erhaltenen Informationen können wir dann die Auslastung des Parkplatzes in den nächsten Stunden vorhersagen.

Das wird noch eine Weile dauern, da es eine sehr hohe Expertise in Bezug auf die Wahl des für den Ansatz zu bevorzugenden mathematischen Modells erfordert. Wir lassen uns von einer externen Firma unterstützen, um Fortschritte zu erzielen, aber die Idee ist, kompetente Profile einzustellen, um das Team mittelfristig zu verstärken.

Du hast gerade den Kundenservice als treibende Kraft in diesem Smart-Parking-Projekt genannt. Hast du ein weiteres kundenrelevantes Beispiel aus den Themen, die euch im Datahub derzeit beschäftigen?

Wir haben keinen direkten Einfluss auf den Zugverkehr, können aber Daten bereitstellen, die diesen Einfluss haben. So ermöglichen beispielsweise die Zähldaten der Fahrgäste in den Zügen eine Anpassung des Angebots an die tatsächliche Auslastung der Verkehrsmittel.

Diese Zählung stützt sich auf die Daten, die von Sensoren an den Außen- und Innentüren der Züge gemeldet werden, und sendet die Daten in Echtzeit an das System. Wir wissen bereits jetzt in Echtzeit, wie viele Fahrgäste ein bestimmter Zug hat, wie viele an den verschiedenen Bahnhöfen entlang der Strecke aus- und einsteigen. Wenn wir unsere Nutzung weiter ausbauen, können wir den Reisenden auf dem Bahnsteig anzeigen, an welcher Stelle sie in den Zug einsteigen müssen, um sich einen Sitzplatz zu sichern, was sich positiv auf ihr Reiseerlebnis auswirken kann.

Wenn wir unsere Nutzung weiter ausbauen, können wir den Reisenden auf dem Bahnsteig anzeigen, an welcher Stelle sie in den Zug einsteigen müssen, um sich einen Sitzplatz zu sichern, was sich positiv auf ihr Reiseerlebnis auswirken kann.

Ein weiteres Projekt wird die Zuverlässigkeit unserer Züge und damit die Zufriedenheit der Reisenden beeinflussen: Es ist geplant, zahlreiche Daten im Zusammenhang mit dem rollenden Material (Zustand der Bremsen, Motoren, Temperatur…) zu sammeln, um Prinzipien des “Machine Learning” zu integrieren und Wartungen effizienter zu antizipieren und Beschädigungen zu vermeiden. Dies wird die Ausfallzeiten unseres Materials verkürzen und schwere Pannen vermeiden, die in der Regel zu Verspätungen oder Ausfällen führen.

Verstehe ich dich also richtig, wenn du von “Machine Learning” sprichst, dann sammelt man die Daten für eine gewisse Zeit und analysiert parallel dazu die Alterung und das Verhalten des Materials?

Ganz genau! Derzeit basieren die Wartungspläne für das rollende Material auf Zyklen von X Wochen. Mithilfe von Machine Learning würde man dann auf der Grundlage des tatsächlichen Zustands des Materials planen, was viel effizienter wäre und unsere Zuverlässigkeit deutlich erhöhen würde.

Die größte Herausforderung für uns ist es, jederzeit zuverlässige und relevante Informationen zu liefern, da die Erwartungen intern und extern natürlich steigen werden: Es liegt an uns, diesen Erwartungen gerecht zu werden.

Wie wird dein Beruf in 10 Jahren aussehen?

Keine Ahnung! Die Technologien entwickeln sich so schnell, dass es unmöglich ist, das zu sagen. Im Moment sind wir uns der reinen Statistik sicher, wir gleiten langsam in Richtung prädiktive Datenanalyse, und es wird dann ziemlich logisch in 3 bis 5 Jahren präskriptive Analyse sein, aber dann…?

Ich weiß nicht, wie mein Beruf in zehn Jahren aussehen wird, aber ich weiß, dass ich ihn weiterhin so ausrichten werde, dass sich der öffentliche Nahverkehr in Kombination mit geteilten Verkehrsmitteln – z. B. Fahrräder der Stadt oder Flex-Autos – auf natürliche Weise gegenüber dem Individualverkehr durchsetzen wird. Hierbei geht es um eine echte Umweltangelegenheit.

(…) ich weiß, dass ich ihn weiterhin so ausrichten werde, dass sich der öffentliche Nahverkehr in Kombination mit geteilten Verkehrsmitteln, (…) auf natürliche Weise gegenüber dem Individualverkehr durchsetzen wird. Hierbei geht es um eine echte Umweltangelegenheit.

Wenn Sie wie Thibaut mit dem Tempo der Digitalisierung Schritt halten und Ihrer Karriere einen Sinn geben wollen, kommen Sie zur CFL: Wir stellen ein.

Nachdem er sein Fachwissen in der Privatwirtschaft erweitert hatte, kam Marc vor fünf Jahren zur CFL. In seiner neuen Position soll er die Bemühungen koordinieren, den ökologischen Fußabdruck der Abteilung Züge und Material zu verringern. Abfallmanagement, Recycling und Wiederverwendung, Reduzierung des Wasserverbrauchs, Senkung des CO2-Ausstoßes, … Die Herausforderungen sind zahlreich und komplex.

Die Anstrengungen zahlen jedoch sich aus, und es folgt eine gute Leistung nach der anderen. Wir treffen Marc, der uns erzählt, wie die CFL es anstellt, mit weniger Verbrauch mehr zu erreichen.

Hallo Marc. Kannst du uns zunächst einmal erzählen, worin dein Beruf besteht?

Ich bin Sicherheits- und Umweltkoordinator in der Abteilung Züge und Material (TM) der CFL. Wie der Name schon verrät, umfasst meine Position zwei Schwerpunkte: Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz; und Umwelt. Ziel beider Schwerpunkte ist es, dafür zu sorgen, dass unsere Aktivitäten mit der Gesetzgebung übereinstimmen, und gute Praktiken innerhalb des Unternehmens zu fördern. Was den Umfang betrifft, so ist er breit gefächert: Die Abteilung TM besteht aus fast 850 Mitarbeitern und verwaltet Dutzende von Fahrgastmaschinen (elektrisch) und wartet zudem die Maschinen des Infrastrukturbetreibers (Diesel).

Was sind in diesem zweiten Schwerpunkt – der Umwelt – die größten Herausforderungen?

Das oberste Ziel ist es, den ökologischen Fußabdruck der Abteilung zu verringern. Um dies zu erreichen, müssen wir auf mehreren Ebenen handeln. Als Erstes auf unseren Verbrauch: Das Ziel ist es, so wenig Ressourcen wie möglich zu verbrauchen, sei es Wasser, Strom oder Heizenergie. Als Nächstes folgt das Abfallmanagement. Hier wird versucht, immer weniger davon zu produzieren und das, was trotzdem noch übrig bleibt, immer besser zu verwerten.

Je mehr wir recyceln und wiederverwenden, desto weniger Abfall wird in die Müllverbrennung geschickt.

Von welchem Abfall ist hier genau die Rede?

Wir produzieren und verarbeiten insgesamt 54 Abfallarten, gemäß der Klassifizierung, die die Europäische Kommission im Europäischen Abfallkatalog festgelegt hat.

Die Kategorie “Hausmüll” schlägt bei uns am stärksten zu Buche. Sie fallen bei der Wartung und Reinigung unserer Züge an, aber auch bei der Entleerung der Abfallbehälter, die den Reisenden an Bord zur Verfügung stehen. Andere Abfälle sind eher typisch für unseren Bahnbetrieb: Akkus, Ölfilter, Schmieröl, Kabel usw.

Wie kann man diesen Abfall reduzieren?

Zunächst können wir die Wiederverwendung ausbauen. Das haben wir zum Beispiel bei den Tüchern (die wir in der Werkstatt in großen Mengen verbrauchen) eingeführt. Früher waren sie Einwegartikel und wanderten in den Müll, wenn sie dreckig waren. Vor drei Jahren haben wir beschlossen, dieser Verschwendung ein Ende zu setzen … Eine deutsche Firma beliefert uns nun mit wiederverwendbaren Lappen von guter Qualität.

Jeden Monat werden die verschmutzten Tücher eingesammelt, gereinigt und kommen sauber für eine neue Verwendung zurück.

Eine weitere Möglichkeit, Abfall zu reduzieren, ist die Mülltrennung. Bei der CFL wird dies schon seit langem praktiziert. So werden in der Werkstatt Akkus, Neonröhren und Ölfilter in separaten Behältern gesammelt und einer getrennten Behandlung unterzogen, um sie, wenn technisch möglich, zu recyceln.

Wo wir gerade von Sortieren sprechen: Die CFL haben sich dieses Jahr ein neues Werkzeug zugelegt…

Das ist richtig! Wir haben gerade eine komplett neue Sortierstation errichtet. Angesichts der zunehmenden Bedeutung dieser Aktivität war es wichtig unsere Kapazitäten dahingehend anzupassen und zu vergrößern. Die fünf Mitarbeiter, die sie betreiben, verfügen nun über eine funktionelle und moderne Infrastruktur: Tanks und Auffangbecken für den Fall eines Lecks, Lagerraum für Verbrauchsmaterialien, erleichterter Zugang für zugelassene Spediteure usw. Außerdem teilt sich die TM-Abteilung die Sortierstation nun mit dem Busdienst (60 Fahrzeuge).

Wie sieht die Bilanz dieser Bemühungen im Bereich Abfallmanagement aus?

Sie ist äußerst positiv. Die Zahlen sprechen für sich: Während wir 2016 insgesamt 305 Tonnen Abfall produzierten, waren es 2019 nur noch 123,5 Tonnen. Das ist ein Rückgang um … 60 %.

Wir sind von 305 Tonnen Abfall in 2016 auf 123,5 Tonnen in 2019 gesunken, was einem Rückgang um 60% in drei Jahren entspricht.

Es ist anzumerken, dass diese Bemühungen keine zusätzlichen Kosten verursachen. Im Gegenteil, wir geben sogar deutlich weniger aus: Der Gewinn ist also sowohl ökologisch als auch finanziell.

Eine weitere Schlüsselressource ist Wasser. Kannst du uns sagen, was in diesem Bereich bereits unternommen wurde?

Unbedingt, ja. An dieser Stelle werde ich über meine Kollegen in der Waschanlage sprechen, denn was sie erreicht haben, ist außergewöhnlich. Um es kurz zu machen: Die Waschanlage ist wie eine Autowaschanlage, nur für Züge. Das heißt, sie ist traditionsgemäß ein großer Wasserverbraucher… Das ist immer weniger der Fall: Zwischen 2018 und 2020 ist der Verbrauch pro Meter gewaschenem Zug von 12,1 auf 4,8 Liter gesunken, was einem Rückgang von 60 % entspricht. Der jährliche Gesamtverbrauch sank somit von 1.754 m3 Wasser pro Jahr auf 639 m3.

Das ist in der Tat beeindruckend… Und was passiert mit den 639 m3 Abwasser?

Nun, seit kurzem werden sie vollständig aufgefangen und gereinigt! Bis 2019 ging fast die Hälfte des von der Waschanlage verbrauchten Wassers verunreinigt ins Abwasser. Seitdem haben wir zusammen mit einer spezialisierten deutschen Firma ein System zur Reinigung des Wassers mittels Bakterien eingeführt. Dadurch wird kein einziger Liter Abwasser mehr aus der Anlage abgeleitet. Das einzige Wasser, das wirklich “verloren” geht, ist das, das verdunstet.

Auf einer mehr persönlichen Ebene: Was gefällt dir an diesem Beruf?

Ich finde ihn sehr motivierend, denn nichts ist selbstverständlich. Um die bestmögliche Umweltbilanz zu erzielen, muss man immer auf dem Laufenden bleiben, nach verfügbaren Technologien Ausschau halten, diejenigen bestimmen, die für unsere Bedürfnisse relevant sind, Verbesserungspotenziale abschätzen usw. Das ist eine ständige Herausforderung! Und auch menschlich habe ich das Glück, auf ein gutes Team von Mitarbeitern zählen zu können, was sehr wertvoll ist.

Um die bestmögliche Umweltbilanz zu erzielen, muss man immer auf dem Laufenden bleiben […] Das ist eine ständige Herausforderung!

Die letzte Frage ist auf die Zukunft bezogen…: Was hat die CFL geplant, um ihren ökologischen Fußabdruck weiter zu reduzieren?

Gearbeitet wird an zwei großen Schwerpunkten: der Kreislaufwirtschaft und den Treibhausgasemissionen (THG). Bei der Kreislaufwirtschaft geht es darum, besser und hochwertiger einzukaufen. Das heißt, in Geräte zu investieren, die man reparieren, wiederverwenden und langlebig machen kann.

Bei den Treibhausgasen ist das Ziel klar: Wir müssen unsere Emissionen reduzieren. Ein erster Schritt wurde in diesem Jahr mit der Einführung eines Inventars aller unserer Treibhausgasemissionsquellen durch eine umfangreiche Datenerhebung von Abteilung zu Abteilung unternommen. Der nächste Schritt zielt darauf ab, dieses Inventar zu verfeinern. Durch die Installation von Zwischenzählern werden wir bald in der Lage sein, die Energieausgaben der einzelnen Aktivitäten genauer zu messen und so unsere zukünftigen Bemühungen gezielter auszurichten.

Werden auch Sie Teil eines nachhaltigen und verantwortungsbewussten Unternehmens: Die CFL stellt ein.

Begleiten Sie uns zu Gilles, früherer Lokführer, Ausbilder und Prüfer der Lokführer, Leiter der Fahrausbildungseinheit und heute Koordinator für Projekte und digitales Lernen in der Abteilung Ausbildung und Entwicklung der CFL. Er ist die perfekte Verkörperung unserer neuen Serie “Laufbahnen bei der CFL”.

Wenn Sie denken, dass eine Karriere bei uns immer zu gradlinig und unveränderlich ist, dann steigen Sie ein! Lassen Sie uns gemeinsam Gilles‘ außergewöhnliche Karriere bei der CFL entdecken!

Hallo Gilles, heute sind Sie Projektkoordinator und zuständig für das “Digital Learning”, aber das war nicht immer so. Kannst du uns sagen, wann und wie du zur CFL gekommen bist?

Ich kam im September 2000 zur CFL. Damals hatte ich die Wahl, entweder mein Studium fortzusetzen oder arbeiten zu gehen. Der Besuch der CFL an meiner Schule, um dort für einige Berufe zu werben, spielte eine große Rolle bei meiner Entscheidung. Ich dachte mir: Warum versuche ich mich nicht als Lokführer? So begann ich mit 19 Jahren eine Ausbildung zum Lokführer, was bei der CFL damals eine Premiere war, für einen so jungen Menschen wie mich. Die Ausbildung dauerte 24 Monate und bezog sich auf die drei Netze Luxemburg, Frankreich und Belgien für den Personen- und Güterverkehr. Im September 2002, am Ende meiner Ausbildung, begann ich dann mit meinen ersten Schritten als Lokführer.

Wie ging es dann weiter?

Ich wollte gerne Ausbilder werden, und dafür musste ich eine “Beförderungsprüfung” ablegen. Zu dieser Zeit wurde auch die Tochtergesellschaft CFL Cargo gegründet, und man bot mir an, dorthin zu wechseln, um mit einem anderen erfahrenen Ausbilder die Weiterbildungseinheit aufzubauen. Zudem war ich für die Beaufsichtigung und Überwachung von etwa sechzig Triebfahrzeugführer verantwortlich. Ich sah diese Gelegenheit als spannende Herausforderung an, denn ich war jung und es musste alles von Grund auf neu geschaffen und aufgebaut werden. Es war eine großartige Erfahrung für mich. Nach der Einrichtung der Ausbildungseinheit bei der CFL Cargo wurden neue Ausbilder eingestellt, um unser Team zu verstärken.

Dann wurde mir angeboten, in das Ausbildungszentrum der CFL zu wechseln und Ausbilder in der Muttergesellschaft zu werden. Mit meinen zwei Jahren Erfahrung fühlte ich mich in der Lage, in die Muttergesellschaft zurückzukehren und mir somit neue Entwicklungsperspektiven zu eröffnen. Vier Jahre lang war ich Ausbilder und Prüfer von Lokführer für das luxemburgische und belgische Streckennetz.

In der CFL-Zentrale sind die Arbeitsplätze und Funktionen in “Laufbahnen” gegliedert, deren Zugang sich nach dem Ausbildungsniveau richtet. Die höchsten Dienstgrade der Laufbahnen sind nur durch ein “Beförderungsexamen” zu erreichen. Es ist auch möglich, die Berufslaufbahn über interne Mobilität zu wechseln, sofern man eine entsprechende Prüfung ablegt.

Und im Jahr 2012?

Eine neue Chance ergab sich für mich, als die Stelle des Leiters der Fahrerausbildung frei wurde. Ich zögerte nicht und griff zu. Ich kannte das Team bereits, und ich fühlte mich in der Lage, die Rolle des Leiters zu übernehmen. Somit wurde ich Leiter der Fahrerausbildung im CFL-Ausbildungszentrum.

Doch damit nicht genug! Erzähl uns doch, wie es zu der jüngsten Veränderung kam.

Ich übte diesen Posten bis 2018 aus, als sich eine neue Gelegenheit ergab. Die Ausbildungsabteilung benötigte einen Projektkoordinator für die Einrichtung einer Online-Schulungsplattform (ein LMS, für Learning Management System) und für die Betreuung verschiedener interner Projekte. Ich war sofort an diesem Angebot interessiert, um die internen Projekte in der Abteilung voranzutreiben und die Ausbildung in Richtung digitales Lernen zu bewegen. Dieser Ansatz, mit einer konkreten Idee zu beginnen und am Ende ein fertiges Produkt zu haben, hat mir sehr gut gefallen. Für mich war das eine neue Herausforderung, und das Timing war genau richtig, denn ich wollte auch anderen Ausbildern in meinem Team die Möglichkeit geben, ihre Fähigkeiten weiterzuentwickeln und eine andere Funktion innerhalb der Ausbildungsabteilung zu übernehmen.

Es gab viele Richtungswechsel, was waren die Auslöser dafür?

Mein natürlicher Instinkt ist es, neue Horizonte zu entdecken. Ich mag es nicht, an einem Ort zu bleiben, ich muss mich ständig herausfordern. Seit meiner Grundausbildung wollte ich mich im Unternehmen weiterentwickeln und mein Wissen durch Ausbildertätigkeiten und die Arbeit im Team weitergeben. Die Begegnung mit zwei Ausbildern, die sich für das Eisenbahnwesen begeistern, hat mich ebenfalls sehr inspiriert. Sie gaben mir den Wunsch, mich weiterzuentwickeln und dennoch auf dem Gebiet der Traktion zu bleiben. Die CFL ermöglichte mir viele verschiedene Berufe und Arbeitsumgebungen kennenzulernen und gab mir die Chance mich im Unternehmen weiterzuentwickeln.

Inwiefern helfen Ihnen Ihre bisherigen internen Schritte heute?

Mein solider Eisenbahnhintergrund hilft mir sehr bei der Umsetzung neuer Projekte: Der Fahrsimulator wird ständig weiterentwickelt, die LMS-Plattform wird weiterhin eingesetzt, und es gibt noch viele interne Projekte zur Verbesserungen unserer Ausbildung. In diesem Sinne versuche ich, den Teams meine Unterstützung, mein Fachwissen und mein Management zur Verfügung zu stellen. Nach mehr als 21 Jahren bei der CFL kenne ich viele Leute in verschiedenen Abteilungen, und meine Fähigkeit, Teams zu mobilisieren und eng mit ihnen zusammenzuarbeiten, ist ein Vorteil.

Hattest du besondere Erwartungen oder Befürchtungen, bevor du dich auf die interne Mobiliät eingelassen hast? Wie fühlt man sich, kurz bevor man diesen Schritt wagt?

Die einzige Sorge die ich anfänglich hatte, hing mit meinem jungen Alter zusammen. Werden die älteren Fahrer mich gut akzeptieren? Wie handhabe ich Konflikte mit jemandem, der 20 Jahre älter ist als ich, bin ich legtim? Diesbezüglich hatten wir zwar eine Schulung erhalten, wie man mit solchen heiklen Situationen umgeht, aber, ich klopf auf Holz, diese musste ich nie anwenden. Es ist immer alles gut gelaufen, alle waren stets sehr freundlich zu mir.

Vom Lokfahrer zum Ausbilder zu werden ist ein großer Schritt, und einige meiner Fahrerkollegen hätten diesen Wechsel vielleicht als eine Distanzierung meinerseits gesehen, aber dies war ganz und gar nicht der Fall: Ich blieb zugänglich und offen, und sie kamen ganz natürlich zu mir. Mein Motto : Vergiss nie, woher du kommst. Ein Teil von mir wird immer Lokführer bleiben, ich habe meine Wurzeln nie aus den Augen verloren.

War es denn nicht zu beunruhigend sich in ein Gebiet zu stürzen, das so weit von deiner ursprünglichen Karriere entfernt ist?

Motto : Vergiss nie, woher du kommst. Ein Teil von mir wird immer Lokführer bleiben, ich habe meine Wurzeln nie aus den Augen verloren.

Am schwierigsten für mich war es, mit dem Bereich Traktion zu “brechen”, als ich zum digital Learning überging. Ich blieb präsent und erreichbar, wenn unsere Ausbilder und mein Nachfolger Unterstützung brauchten, aber nach einer Weile muss man loslassen und sich voll und ganz seiner neuen Aufgabe widmen.

Was das Digitale angeht, hatte ich keine Bedenken. Ich sehe es eher als eine Möglichkeit, bestimmte Kurse mit Hilfe moderner Medien zu ergänzen. Die digital Learning-Dimension verändert die Lernmethoden für die neue Generation, die sehr offen für diese Art von Lehrmethoden ist. Es ist eine tägliche Herausforderung, man muss sich ständig innovieren. Die Ausbilder müssen sich im gleichen Tempo wie die digitale Welt anpassen und weiterentwickeln. So sparen wir Zeit und verbessern die Unterrichtsqualität: Die Theorie in der Praxis mittels virtueller Realität zu üben, bevor man sie tatsächlich ausführt, ist ein enormer Mehrwert, den wir z. B. den Auszubildenden bieten: ein erster Schritt auf sicherem Terrain (erster gefahrloser Schritt). Die Bereitstellung von E-Learning-Kursen zu bahnspezifischen Themen wird das Interesse an einer digitalen Ausbildung erhöhen, die sie in Anspruch nehmen können, und wird sie noch besser auf ihre Abschlussprüfung vorbereiten.

Du konntest sowohl allein als auch im Team arbeiten und dich mit verschiedenen Arbeitsrhythmen vertraut machen. Was liegt dir nun am besten?

Die Arbeitsrhythmen sind sehr unterschiedlich: Als Lokführer arbeitet man allein und hat unregelmäßige Arbeitszeiten: Wochenenden und Feiertage. Dies hat einen großen Einfluss auf das Privatleben. Dieser Arbeits- und Schlafrhythmus ist nicht für jedermann geeignet. Ich habe schnell gemerkt, dass ich nicht dafür geschaffen bin, mein ganzes Leben lang allein zu arbeiten: Ich arbeite gerne im Team, tausche mich mit anderen aus … und geregelten Arbeitszeiten zu haben hat es mir ermöglicht, eine gewissene Stabilität in mein Sozialleben zu bringen.

Aber der Beruf des Lokführers hat auch seine Vorteile: Man ist sein eigener Chef, nah an der Natur, hat es sehr bequem und der Arbeitstag vergeht wie im Flug.

Ich muss zugeben, dass das Arbeitstempo und die Arbeitsbelastung mit meinen Jobwechseln zugenommen haben, und meine Arbeitszeiten haben sich im Laufe der Zeit erhöht… aber das macht mir nichts aus, ich bleibe motiviert und scheue mich nicht, zu arbeiten und neue Herausforderungen anzunehmen.

Welchen Rat würdest du jemandem geben, der noch zögert der CFL beizutreten?

Ich würde sagen, wagen Sie’s!

Obwohl die CFL eine gewisse Arbeitsplatzsicherheit bietet, ist es dennoch kein festgefahrenes Unternehmen. Wenn man bei der CFL anfängt, macht man nicht unbedingt den gleichen Job bis zum Ende seiner Karriere. Vor meiner Anstellung bei der CFL hätte ich mir nie vorstellen können, welch breites Spektrum an Arbeitsplätzen es bei der CFL gibt und wie viele innerbetriebliche Mobilitätsmöglichkeiten bestehen. Im Laufe der Jahre habe ich die Welt und die zahlreichen Möglichkeiten entdeckt, die das Unternehmen bietet.

Wer sich nicht scheut, sich auf ein Abenteuer wie dieses einzulassen, sollte einen Blick auf unsere Karriereseite werfen: Es gibt zahlreiche offene Stellen in spezifischen und vielfältigen Bereichen (Eisenbahnwesen, Verwaltung, Technologie, Immobilien, Innovation usw.)

Marc, 23, hat schon immer davon geträumt, Lokführer zu werden. Um dies zu erreichen, bewarb er sich 2020 für eine Ausbildung bei der CFL, wo er auch angenommen wurde. Ein Jahr lang erlernte er diesen spannenden und anspruchsvollen Beruf, bei dem die Sicherheit absolute Priorität hat. Zusammen mit seinem Coach Cyrille, selbst ehemaliger Lokführer, erzählt er uns von diesem menschlichen und beruflichen Abenteuer.

Eine gelungene Mischung aus Theorie und Praxis

Marc, du bist 23 Jahre alt und wirst schon bald Lokführer bei der CFL sein. Kannst du uns zunächst einmal erzählen, warum du diesen Weg gewählt hast?

Marc: Weil es ein toller Job ist! Davon habe ich schon als Kind geträumt. Meine größte Leidenschaft war schon immer die Modelleisenbahn. Als ich mich dann für einen Beruf entscheiden musste, kam der Entschluss ganz natürlich, nämlich: echte Züge zu fahren.

Wie bist du zur CFL gekommen?

Marc: Ich habe mich am Ende der 12. Klasse, im Jahr 2020, für die Ausbildung beworben. Um von der CFL ausgewählt zu werden, musste ich mehrere Stufen durchlaufen, darunter einen Sprachtest und ein Motivationsgespräch, aber auch eine medizinische und psychologische Untersuchung, um eine Sicherheitsbescheinigung zu erhalten, die meine Eignung zum Fahren bestätigt.

Was passiert, wenn man bis einmal zur Lokführerausbildung zugelassen wurde?

Marc: Nun… dann beginnt das Abenteuer! Die ersten Tage sind intensiv: Wir werden mit dem Studienprogramm vertraut gemacht, erhalten unsere Sicherheitsausrüstung (Rucksack, orangefarbene Weste und Sicherheitsschuhe), unsere Bücher und besuchen dann das interne Ausbildungszentrum der CFL in Luxemburg-Stadt. Man bekommt eine Menge Informationen zugetragen, aber die Atmosphäre ist sehr wohlwollend. Sobald diese Einführung abgeschlossen ist, wird es ernst.

Was genau lernt man da eigentlich?

Marc: Da ist zunächst der theoretische Teil: Natürlich interessieren wir uns für die technischen Bauteile, die Lokomotiven und ihre Funktionsweise. Außerdem studieren wir Elektronik, Physik, die Infrastruktur und Bremsregeln. Das alles ist schon recht umfangreich! Und dann ist da noch der praktische Teil, das eigentliche Fahren. Nach dem theoretischen Teil im Klassenzimmer, wird die gelernte Theorie in die Praxis umgesetzt.

Sicherheit, die oberste Priorität der CFL

Man wird also schnell ins kalte Wasser geworfen…

Marc: Absolut. Das ist das Tolle daran: Wir fahren sofort auf Regelzügen, dies mit Fahrgästen und unter realen Bedingungen. Unsere ersten Schritte sind natürlich sehr streng geregelt und gesichert. Während der gesamten Ausbildung werden wir von einem erfahrenen Lokführer begleitet.

Welche Erinnerungen hast du an deine allererste Fahrt?

Marc: Das erste Mal Zugfahren ist ziemlich seltsam (lacht)… Es ist ganz anders als Autofahren! Natürlich war ich ein bisschen nervös, aber ich war beruhigt, dass ein erfahrener Lokführer an meiner Seite war.

Zusätzlich zum Ausbilder hat jeder zukünftige Lokführer einen Coach. Inwiefern ist das nützlich?

Marc: Cyrille, mein Coach, ist eine Person, dem ich technische Fragen stellen kann, mit dem ich verschiedene Themen durchgehen kann, die ich nicht ganz verstanden habe, und dem ich sogar meine persönlichen Sorgen anvertrauen kann. Er ist eine echte moralische Stütze. Im Laufe der Ausbildung stellt man schnell fest, dass die CFL eine große Familie ist. Man fühlt sich schnell wie zu Hause.

Das Fahren eines Zuges ist keine triviale Angelegenheit. Welchen Stellenwert hat die Sicherheit im Ausbildungsprozess?

Marc: Ganz einfach: Sie ist der Leitfaden der ganzen Ausbildung, und dies seit dem ersten Tag.  Die Sicherheit ist das Herzstück dieses Jobs. Das bedeutet konkret, dass die Sicherheitssysteme an Bord, aber auch in der Infrastruktur, wie das Europäische Zugsicherungssystem (ETCS, für European Train Control System), beherrscht werden müssen. Dieses System kontrolliert die Geschwindigkeit und vermeidet Unfälle und das unerlaubte Vorbeifahren roter Signale. Wir lernen auch, wie wichtig die persönliche Ausrüstung ist (Sicherheitsweste, Sicherheitsschuhe usw.) und lernen im Fahrsimulator, wie man mit Ausnahmesituationen umgeht. Die CFL stellt sehr sehr hohe Anforderungen an die Sicherheit.

Dies zeigt sich auch anhand der Prüfungen während der Ausbildung…

Marc: Das stimmt. Wir werden kontinuierlich geprüft, so dass nichts dem Zufall überlassen wird. Neben der Lizenz (Eisenbahnführerschein) und der Beherrschung der Infrastruktur gibt es eine Fehlerbehebungsprüfung, eine mündliche Prüfung, einen Test am Simulator und eine Fahrprüfung auf einem kommerziellen Zug mit Prüfer, um die Ausbildung zu validieren.

Eine nachhaltige und dynamische Karriere bei der CFL

Bezüglich des Arbeitsrythmus, wie sieht der Alltag eines Lokführer-Lehrlings aus?

Marc: Die… eines Lokführers! Auch wenn wir recht normale Arbeitszeiten während der theoretischen Phase haben (7-15h), werden diese recht flexibel sobald man in der Praxis ist. Man kann früh morgens, spät abends, mitten in der Nacht und natürlich an Wochenenden und Feiertagen fahren. Es gibt also keine Routine. Mir persönlich gefällt diese Flexibilität. Es ist ein integraler Bestandteil der Arbeit und verschafft einem viel Freizeit.

Cyrille, du bist der Coach von Marc. Welche Eigenschaften muss man Ihrer Meinung nach mitbringen, um Lokführer zu werden?

Cyrille: Man muss pünktlich und gewissenhaft sein und, wie Marc schon sagte, sehr auf die Sicherheit achten. Und dann muss man auch noch motiviert sein, denn während dieser einjährigen Ausbildung muss man für eine Vielzahl an Fächer lernen. Was die körperliche Eignung anbelangt, so müssen Sie gut sehen und gut hören können und ein gesundes Herz haben.

Und wie sieht es mit dem Ausbildungsniveau aus, das für den Einstieg erforderlich ist?

Cyrille: Wir verlangen von den Bewerbern, dass sie ein handwerkliches CATP (Schlosser, Elektriker, Elektroniker, Mechaniker), ein Technikerdiplom oder ihre “2ème technique” oder “3ème classique” bestanden haben.

Darüber hinaus sind Kenntnisse (Niveau B1) der luxemburgischen, deutschen und französischen Sprache erforderlich.

Wie viele Bewerber werden ausgewählt?

Cyrille: Wir erhalten jedes Jahr fast 300 Bewerbungen, von denen 24 eingestellt werden. Die Rekrutierten werden in zwei Klassen eingeteilt, von denen eine ihre Ausbildung im Frühjahr und die andere im Herbst beginnt. Es ist also selektiv, aber es lohnt sich: Ist diese Phase nämlich vorbei, wird die Ausbildung bezahlt und als unbefristeter Vertrag bestätigt, sobald die Prüfungen gut verlaufen sind!

Marc, ich kann mir vorstellen, dass Sie es eilig haben, als ausgebildeter Lokführer zu fahren…

Marc: Ja, ich kann es kaum erwarten… Wenn alles gut geht, wird es im September so weit sein, und ich freue mich darauf, auf der Strecke nach Ulfflingen zu fahren, meiner Lieblingsstrecke, die in den Norden des Landes führt: Die Landschaften und die Natur entlang dieser Strecke sind einfach großartig!

Stellen Sie, genau wie Marc, die Weichen für Ihr Berufsleben selbst und entdecken Sie einen außergewöhnlichen Beruf bei der CFL