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Nachdem er sein Fachwissen in der Privatwirtschaft erweitert hatte, kam Marc vor fünf Jahren zur CFL. In seiner neuen Position soll er die Bemühungen koordinieren, den ökologischen Fußabdruck der Abteilung Züge und Material zu verringern. Abfallmanagement, Recycling und Wiederverwendung, Reduzierung des Wasserverbrauchs, Senkung des CO2-Ausstoßes, … Die Herausforderungen sind zahlreich und komplex.

Die Anstrengungen zahlen jedoch sich aus, und es folgt eine gute Leistung nach der anderen. Wir treffen Marc, der uns erzählt, wie die CFL es anstellt, mit weniger Verbrauch mehr zu erreichen.

Hallo Marc. Kannst du uns zunächst einmal erzählen, worin dein Beruf besteht?

Ich bin Sicherheits- und Umweltkoordinator in der Abteilung Züge und Material (TM) der CFL. Wie der Name schon verrät, umfasst meine Position zwei Schwerpunkte: Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz; und Umwelt. Ziel beider Schwerpunkte ist es, dafür zu sorgen, dass unsere Aktivitäten mit der Gesetzgebung übereinstimmen, und gute Praktiken innerhalb des Unternehmens zu fördern. Was den Umfang betrifft, so ist er breit gefächert: Die Abteilung TM besteht aus fast 850 Mitarbeitern und verwaltet Dutzende von Fahrgastmaschinen (elektrisch) und wartet zudem die Maschinen des Infrastrukturbetreibers (Diesel).

Was sind in diesem zweiten Schwerpunkt – der Umwelt – die größten Herausforderungen?

Das oberste Ziel ist es, den ökologischen Fußabdruck der Abteilung zu verringern. Um dies zu erreichen, müssen wir auf mehreren Ebenen handeln. Als Erstes auf unseren Verbrauch: Das Ziel ist es, so wenig Ressourcen wie möglich zu verbrauchen, sei es Wasser, Strom oder Heizenergie. Als Nächstes folgt das Abfallmanagement. Hier wird versucht, immer weniger davon zu produzieren und das, was trotzdem noch übrig bleibt, immer besser zu verwerten.

Je mehr wir recyceln und wiederverwenden, desto weniger Abfall wird in die Müllverbrennung geschickt.

Von welchem Abfall ist hier genau die Rede?

Wir produzieren und verarbeiten insgesamt 54 Abfallarten, gemäß der Klassifizierung, die die Europäische Kommission im Europäischen Abfallkatalog festgelegt hat.

Die Kategorie “Hausmüll” schlägt bei uns am stärksten zu Buche. Sie fallen bei der Wartung und Reinigung unserer Züge an, aber auch bei der Entleerung der Abfallbehälter, die den Reisenden an Bord zur Verfügung stehen. Andere Abfälle sind eher typisch für unseren Bahnbetrieb: Akkus, Ölfilter, Schmieröl, Kabel usw.

Wie kann man diesen Abfall reduzieren?

Zunächst können wir die Wiederverwendung ausbauen. Das haben wir zum Beispiel bei den Tüchern (die wir in der Werkstatt in großen Mengen verbrauchen) eingeführt. Früher waren sie Einwegartikel und wanderten in den Müll, wenn sie dreckig waren. Vor drei Jahren haben wir beschlossen, dieser Verschwendung ein Ende zu setzen … Eine deutsche Firma beliefert uns nun mit wiederverwendbaren Lappen von guter Qualität.

Jeden Monat werden die verschmutzten Tücher eingesammelt, gereinigt und kommen sauber für eine neue Verwendung zurück.

Eine weitere Möglichkeit, Abfall zu reduzieren, ist die Mülltrennung. Bei der CFL wird dies schon seit langem praktiziert. So werden in der Werkstatt Akkus, Neonröhren und Ölfilter in separaten Behältern gesammelt und einer getrennten Behandlung unterzogen, um sie, wenn technisch möglich, zu recyceln.

Wo wir gerade von Sortieren sprechen: Die CFL haben sich dieses Jahr ein neues Werkzeug zugelegt…

Das ist richtig! Wir haben gerade eine komplett neue Sortierstation errichtet. Angesichts der zunehmenden Bedeutung dieser Aktivität war es wichtig unsere Kapazitäten dahingehend anzupassen und zu vergrößern. Die fünf Mitarbeiter, die sie betreiben, verfügen nun über eine funktionelle und moderne Infrastruktur: Tanks und Auffangbecken für den Fall eines Lecks, Lagerraum für Verbrauchsmaterialien, erleichterter Zugang für zugelassene Spediteure usw. Außerdem teilt sich die TM-Abteilung die Sortierstation nun mit dem Busdienst (60 Fahrzeuge).

Wie sieht die Bilanz dieser Bemühungen im Bereich Abfallmanagement aus?

Sie ist äußerst positiv. Die Zahlen sprechen für sich: Während wir 2016 insgesamt 305 Tonnen Abfall produzierten, waren es 2019 nur noch 123,5 Tonnen. Das ist ein Rückgang um … 60 %.

Wir sind von 305 Tonnen Abfall in 2016 auf 123,5 Tonnen in 2019 gesunken, was einem Rückgang um 60% in drei Jahren entspricht.

Es ist anzumerken, dass diese Bemühungen keine zusätzlichen Kosten verursachen. Im Gegenteil, wir geben sogar deutlich weniger aus: Der Gewinn ist also sowohl ökologisch als auch finanziell.

Eine weitere Schlüsselressource ist Wasser. Kannst du uns sagen, was in diesem Bereich bereits unternommen wurde?

Unbedingt, ja. An dieser Stelle werde ich über meine Kollegen in der Waschanlage sprechen, denn was sie erreicht haben, ist außergewöhnlich. Um es kurz zu machen: Die Waschanlage ist wie eine Autowaschanlage, nur für Züge. Das heißt, sie ist traditionsgemäß ein großer Wasserverbraucher… Das ist immer weniger der Fall: Zwischen 2018 und 2020 ist der Verbrauch pro Meter gewaschenem Zug von 12,1 auf 4,8 Liter gesunken, was einem Rückgang von 60 % entspricht. Der jährliche Gesamtverbrauch sank somit von 1.754 m3 Wasser pro Jahr auf 639 m3.

Das ist in der Tat beeindruckend… Und was passiert mit den 639 m3 Abwasser?

Nun, seit kurzem werden sie vollständig aufgefangen und gereinigt! Bis 2019 ging fast die Hälfte des von der Waschanlage verbrauchten Wassers verunreinigt ins Abwasser. Seitdem haben wir zusammen mit einer spezialisierten deutschen Firma ein System zur Reinigung des Wassers mittels Bakterien eingeführt. Dadurch wird kein einziger Liter Abwasser mehr aus der Anlage abgeleitet. Das einzige Wasser, das wirklich “verloren” geht, ist das, das verdunstet.

Auf einer mehr persönlichen Ebene: Was gefällt dir an diesem Beruf?

Ich finde ihn sehr motivierend, denn nichts ist selbstverständlich. Um die bestmögliche Umweltbilanz zu erzielen, muss man immer auf dem Laufenden bleiben, nach verfügbaren Technologien Ausschau halten, diejenigen bestimmen, die für unsere Bedürfnisse relevant sind, Verbesserungspotenziale abschätzen usw. Das ist eine ständige Herausforderung! Und auch menschlich habe ich das Glück, auf ein gutes Team von Mitarbeitern zählen zu können, was sehr wertvoll ist.

Um die bestmögliche Umweltbilanz zu erzielen, muss man immer auf dem Laufenden bleiben […] Das ist eine ständige Herausforderung!

Die letzte Frage ist auf die Zukunft bezogen…: Was hat die CFL geplant, um ihren ökologischen Fußabdruck weiter zu reduzieren?

Gearbeitet wird an zwei großen Schwerpunkten: der Kreislaufwirtschaft und den Treibhausgasemissionen (THG). Bei der Kreislaufwirtschaft geht es darum, besser und hochwertiger einzukaufen. Das heißt, in Geräte zu investieren, die man reparieren, wiederverwenden und langlebig machen kann.

Bei den Treibhausgasen ist das Ziel klar: Wir müssen unsere Emissionen reduzieren. Ein erster Schritt wurde in diesem Jahr mit der Einführung eines Inventars aller unserer Treibhausgasemissionsquellen durch eine umfangreiche Datenerhebung von Abteilung zu Abteilung unternommen. Der nächste Schritt zielt darauf ab, dieses Inventar zu verfeinern. Durch die Installation von Zwischenzählern werden wir bald in der Lage sein, die Energieausgaben der einzelnen Aktivitäten genauer zu messen und so unsere zukünftigen Bemühungen gezielter auszurichten.

Werden auch Sie Teil eines nachhaltigen und verantwortungsbewussten Unternehmens: Die CFL stellt ein.

Begleiten Sie uns zu Gilles, früherer Lokführer, Ausbilder und Prüfer der Lokführer, Leiter der Fahrausbildungseinheit und heute Koordinator für Projekte und digitales Lernen in der Abteilung Ausbildung und Entwicklung der CFL. Er ist die perfekte Verkörperung unserer neuen Serie “Laufbahnen bei der CFL”.

Wenn Sie denken, dass eine Karriere bei uns immer zu gradlinig und unveränderlich ist, dann steigen Sie ein! Lassen Sie uns gemeinsam Gilles‘ außergewöhnliche Karriere bei der CFL entdecken!

Hallo Gilles, heute sind Sie Projektkoordinator und zuständig für das “Digital Learning”, aber das war nicht immer so. Kannst du uns sagen, wann und wie du zur CFL gekommen bist?

Ich kam im September 2000 zur CFL. Damals hatte ich die Wahl, entweder mein Studium fortzusetzen oder arbeiten zu gehen. Der Besuch der CFL an meiner Schule, um dort für einige Berufe zu werben, spielte eine große Rolle bei meiner Entscheidung. Ich dachte mir: Warum versuche ich mich nicht als Lokführer? So begann ich mit 19 Jahren eine Ausbildung zum Lokführer, was bei der CFL damals eine Premiere war, für einen so jungen Menschen wie mich. Die Ausbildung dauerte 24 Monate und bezog sich auf die drei Netze Luxemburg, Frankreich und Belgien für den Personen- und Güterverkehr. Im September 2002, am Ende meiner Ausbildung, begann ich dann mit meinen ersten Schritten als Lokführer.

Wie ging es dann weiter?

Ich wollte gerne Ausbilder werden, und dafür musste ich eine “Beförderungsprüfung” ablegen. Zu dieser Zeit wurde auch die Tochtergesellschaft CFL Cargo gegründet, und man bot mir an, dorthin zu wechseln, um mit einem anderen erfahrenen Ausbilder die Weiterbildungseinheit aufzubauen. Zudem war ich für die Beaufsichtigung und Überwachung von etwa sechzig Triebfahrzeugführer verantwortlich. Ich sah diese Gelegenheit als spannende Herausforderung an, denn ich war jung und es musste alles von Grund auf neu geschaffen und aufgebaut werden. Es war eine großartige Erfahrung für mich. Nach der Einrichtung der Ausbildungseinheit bei der CFL Cargo wurden neue Ausbilder eingestellt, um unser Team zu verstärken.

Dann wurde mir angeboten, in das Ausbildungszentrum der CFL zu wechseln und Ausbilder in der Muttergesellschaft zu werden. Mit meinen zwei Jahren Erfahrung fühlte ich mich in der Lage, in die Muttergesellschaft zurückzukehren und mir somit neue Entwicklungsperspektiven zu eröffnen. Vier Jahre lang war ich Ausbilder und Prüfer von Lokführer für das luxemburgische und belgische Streckennetz.

In der CFL-Zentrale sind die Arbeitsplätze und Funktionen in “Laufbahnen” gegliedert, deren Zugang sich nach dem Ausbildungsniveau richtet. Die höchsten Dienstgrade der Laufbahnen sind nur durch ein “Beförderungsexamen” zu erreichen. Es ist auch möglich, die Berufslaufbahn über interne Mobilität zu wechseln, sofern man eine entsprechende Prüfung ablegt.

Und im Jahr 2012?

Eine neue Chance ergab sich für mich, als die Stelle des Leiters der Fahrerausbildung frei wurde. Ich zögerte nicht und griff zu. Ich kannte das Team bereits, und ich fühlte mich in der Lage, die Rolle des Leiters zu übernehmen. Somit wurde ich Leiter der Fahrerausbildung im CFL-Ausbildungszentrum.

Doch damit nicht genug! Erzähl uns doch, wie es zu der jüngsten Veränderung kam.

Ich übte diesen Posten bis 2018 aus, als sich eine neue Gelegenheit ergab. Die Ausbildungsabteilung benötigte einen Projektkoordinator für die Einrichtung einer Online-Schulungsplattform (ein LMS, für Learning Management System) und für die Betreuung verschiedener interner Projekte. Ich war sofort an diesem Angebot interessiert, um die internen Projekte in der Abteilung voranzutreiben und die Ausbildung in Richtung digitales Lernen zu bewegen. Dieser Ansatz, mit einer konkreten Idee zu beginnen und am Ende ein fertiges Produkt zu haben, hat mir sehr gut gefallen. Für mich war das eine neue Herausforderung, und das Timing war genau richtig, denn ich wollte auch anderen Ausbildern in meinem Team die Möglichkeit geben, ihre Fähigkeiten weiterzuentwickeln und eine andere Funktion innerhalb der Ausbildungsabteilung zu übernehmen.

Es gab viele Richtungswechsel, was waren die Auslöser dafür?

Mein natürlicher Instinkt ist es, neue Horizonte zu entdecken. Ich mag es nicht, an einem Ort zu bleiben, ich muss mich ständig herausfordern. Seit meiner Grundausbildung wollte ich mich im Unternehmen weiterentwickeln und mein Wissen durch Ausbildertätigkeiten und die Arbeit im Team weitergeben. Die Begegnung mit zwei Ausbildern, die sich für das Eisenbahnwesen begeistern, hat mich ebenfalls sehr inspiriert. Sie gaben mir den Wunsch, mich weiterzuentwickeln und dennoch auf dem Gebiet der Traktion zu bleiben. Die CFL ermöglichte mir viele verschiedene Berufe und Arbeitsumgebungen kennenzulernen und gab mir die Chance mich im Unternehmen weiterzuentwickeln.

Inwiefern helfen Ihnen Ihre bisherigen internen Schritte heute?

Mein solider Eisenbahnhintergrund hilft mir sehr bei der Umsetzung neuer Projekte: Der Fahrsimulator wird ständig weiterentwickelt, die LMS-Plattform wird weiterhin eingesetzt, und es gibt noch viele interne Projekte zur Verbesserungen unserer Ausbildung. In diesem Sinne versuche ich, den Teams meine Unterstützung, mein Fachwissen und mein Management zur Verfügung zu stellen. Nach mehr als 21 Jahren bei der CFL kenne ich viele Leute in verschiedenen Abteilungen, und meine Fähigkeit, Teams zu mobilisieren und eng mit ihnen zusammenzuarbeiten, ist ein Vorteil.

Hattest du besondere Erwartungen oder Befürchtungen, bevor du dich auf die interne Mobiliät eingelassen hast? Wie fühlt man sich, kurz bevor man diesen Schritt wagt?

Die einzige Sorge die ich anfänglich hatte, hing mit meinem jungen Alter zusammen. Werden die älteren Fahrer mich gut akzeptieren? Wie handhabe ich Konflikte mit jemandem, der 20 Jahre älter ist als ich, bin ich legtim? Diesbezüglich hatten wir zwar eine Schulung erhalten, wie man mit solchen heiklen Situationen umgeht, aber, ich klopf auf Holz, diese musste ich nie anwenden. Es ist immer alles gut gelaufen, alle waren stets sehr freundlich zu mir.

Vom Lokfahrer zum Ausbilder zu werden ist ein großer Schritt, und einige meiner Fahrerkollegen hätten diesen Wechsel vielleicht als eine Distanzierung meinerseits gesehen, aber dies war ganz und gar nicht der Fall: Ich blieb zugänglich und offen, und sie kamen ganz natürlich zu mir. Mein Motto : Vergiss nie, woher du kommst. Ein Teil von mir wird immer Lokführer bleiben, ich habe meine Wurzeln nie aus den Augen verloren.

War es denn nicht zu beunruhigend sich in ein Gebiet zu stürzen, das so weit von deiner ursprünglichen Karriere entfernt ist?

Motto : Vergiss nie, woher du kommst. Ein Teil von mir wird immer Lokführer bleiben, ich habe meine Wurzeln nie aus den Augen verloren.

Am schwierigsten für mich war es, mit dem Bereich Traktion zu “brechen”, als ich zum digital Learning überging. Ich blieb präsent und erreichbar, wenn unsere Ausbilder und mein Nachfolger Unterstützung brauchten, aber nach einer Weile muss man loslassen und sich voll und ganz seiner neuen Aufgabe widmen.

Was das Digitale angeht, hatte ich keine Bedenken. Ich sehe es eher als eine Möglichkeit, bestimmte Kurse mit Hilfe moderner Medien zu ergänzen. Die digital Learning-Dimension verändert die Lernmethoden für die neue Generation, die sehr offen für diese Art von Lehrmethoden ist. Es ist eine tägliche Herausforderung, man muss sich ständig innovieren. Die Ausbilder müssen sich im gleichen Tempo wie die digitale Welt anpassen und weiterentwickeln. So sparen wir Zeit und verbessern die Unterrichtsqualität: Die Theorie in der Praxis mittels virtueller Realität zu üben, bevor man sie tatsächlich ausführt, ist ein enormer Mehrwert, den wir z. B. den Auszubildenden bieten: ein erster Schritt auf sicherem Terrain (erster gefahrloser Schritt). Die Bereitstellung von E-Learning-Kursen zu bahnspezifischen Themen wird das Interesse an einer digitalen Ausbildung erhöhen, die sie in Anspruch nehmen können, und wird sie noch besser auf ihre Abschlussprüfung vorbereiten.

Du konntest sowohl allein als auch im Team arbeiten und dich mit verschiedenen Arbeitsrhythmen vertraut machen. Was liegt dir nun am besten?

Die Arbeitsrhythmen sind sehr unterschiedlich: Als Lokführer arbeitet man allein und hat unregelmäßige Arbeitszeiten: Wochenenden und Feiertage. Dies hat einen großen Einfluss auf das Privatleben. Dieser Arbeits- und Schlafrhythmus ist nicht für jedermann geeignet. Ich habe schnell gemerkt, dass ich nicht dafür geschaffen bin, mein ganzes Leben lang allein zu arbeiten: Ich arbeite gerne im Team, tausche mich mit anderen aus … und geregelten Arbeitszeiten zu haben hat es mir ermöglicht, eine gewissene Stabilität in mein Sozialleben zu bringen.

Aber der Beruf des Lokführers hat auch seine Vorteile: Man ist sein eigener Chef, nah an der Natur, hat es sehr bequem und der Arbeitstag vergeht wie im Flug.

Ich muss zugeben, dass das Arbeitstempo und die Arbeitsbelastung mit meinen Jobwechseln zugenommen haben, und meine Arbeitszeiten haben sich im Laufe der Zeit erhöht… aber das macht mir nichts aus, ich bleibe motiviert und scheue mich nicht, zu arbeiten und neue Herausforderungen anzunehmen.

Welchen Rat würdest du jemandem geben, der noch zögert der CFL beizutreten?

Ich würde sagen, wagen Sie’s!

Obwohl die CFL eine gewisse Arbeitsplatzsicherheit bietet, ist es dennoch kein festgefahrenes Unternehmen. Wenn man bei der CFL anfängt, macht man nicht unbedingt den gleichen Job bis zum Ende seiner Karriere. Vor meiner Anstellung bei der CFL hätte ich mir nie vorstellen können, welch breites Spektrum an Arbeitsplätzen es bei der CFL gibt und wie viele innerbetriebliche Mobilitätsmöglichkeiten bestehen. Im Laufe der Jahre habe ich die Welt und die zahlreichen Möglichkeiten entdeckt, die das Unternehmen bietet.

Wer sich nicht scheut, sich auf ein Abenteuer wie dieses einzulassen, sollte einen Blick auf unsere Karriereseite werfen: Es gibt zahlreiche offene Stellen in spezifischen und vielfältigen Bereichen (Eisenbahnwesen, Verwaltung, Technologie, Immobilien, Innovation usw.)

Marc, 23, hat schon immer davon geträumt, Lokführer zu werden. Um dies zu erreichen, bewarb er sich 2020 für eine Ausbildung bei der CFL, wo er auch angenommen wurde. Ein Jahr lang erlernte er diesen spannenden und anspruchsvollen Beruf, bei dem die Sicherheit absolute Priorität hat. Zusammen mit seinem Coach Cyrille, selbst ehemaliger Lokführer, erzählt er uns von diesem menschlichen und beruflichen Abenteuer.

Eine gelungene Mischung aus Theorie und Praxis

Marc, du bist 23 Jahre alt und wirst schon bald Lokführer bei der CFL sein. Kannst du uns zunächst einmal erzählen, warum du diesen Weg gewählt hast?

Marc: Weil es ein toller Job ist! Davon habe ich schon als Kind geträumt. Meine größte Leidenschaft war schon immer die Modelleisenbahn. Als ich mich dann für einen Beruf entscheiden musste, kam der Entschluss ganz natürlich, nämlich: echte Züge zu fahren.

Wie bist du zur CFL gekommen?

Marc: Ich habe mich am Ende der 12. Klasse, im Jahr 2020, für die Ausbildung beworben. Um von der CFL ausgewählt zu werden, musste ich mehrere Stufen durchlaufen, darunter einen Sprachtest und ein Motivationsgespräch, aber auch eine medizinische und psychologische Untersuchung, um eine Sicherheitsbescheinigung zu erhalten, die meine Eignung zum Fahren bestätigt.

Was passiert, wenn man bis einmal zur Lokführerausbildung zugelassen wurde?

Marc: Nun… dann beginnt das Abenteuer! Die ersten Tage sind intensiv: Wir werden mit dem Studienprogramm vertraut gemacht, erhalten unsere Sicherheitsausrüstung (Rucksack, orangefarbene Weste und Sicherheitsschuhe), unsere Bücher und besuchen dann das interne Ausbildungszentrum der CFL in Luxemburg-Stadt. Man bekommt eine Menge Informationen zugetragen, aber die Atmosphäre ist sehr wohlwollend. Sobald diese Einführung abgeschlossen ist, wird es ernst.

Was genau lernt man da eigentlich?

Marc: Da ist zunächst der theoretische Teil: Natürlich interessieren wir uns für die technischen Bauteile, die Lokomotiven und ihre Funktionsweise. Außerdem studieren wir Elektronik, Physik, die Infrastruktur und Bremsregeln. Das alles ist schon recht umfangreich! Und dann ist da noch der praktische Teil, das eigentliche Fahren. Nach dem theoretischen Teil im Klassenzimmer, wird die gelernte Theorie in die Praxis umgesetzt.

Sicherheit, die oberste Priorität der CFL

Man wird also schnell ins kalte Wasser geworfen…

Marc: Absolut. Das ist das Tolle daran: Wir fahren sofort auf Regelzügen, dies mit Fahrgästen und unter realen Bedingungen. Unsere ersten Schritte sind natürlich sehr streng geregelt und gesichert. Während der gesamten Ausbildung werden wir von einem erfahrenen Lokführer begleitet.

Welche Erinnerungen hast du an deine allererste Fahrt?

Marc: Das erste Mal Zugfahren ist ziemlich seltsam (lacht)… Es ist ganz anders als Autofahren! Natürlich war ich ein bisschen nervös, aber ich war beruhigt, dass ein erfahrener Lokführer an meiner Seite war.

Zusätzlich zum Ausbilder hat jeder zukünftige Lokführer einen Coach. Inwiefern ist das nützlich?

Marc: Cyrille, mein Coach, ist eine Person, dem ich technische Fragen stellen kann, mit dem ich verschiedene Themen durchgehen kann, die ich nicht ganz verstanden habe, und dem ich sogar meine persönlichen Sorgen anvertrauen kann. Er ist eine echte moralische Stütze. Im Laufe der Ausbildung stellt man schnell fest, dass die CFL eine große Familie ist. Man fühlt sich schnell wie zu Hause.

Das Fahren eines Zuges ist keine triviale Angelegenheit. Welchen Stellenwert hat die Sicherheit im Ausbildungsprozess?

Marc: Ganz einfach: Sie ist der Leitfaden der ganzen Ausbildung, und dies seit dem ersten Tag.  Die Sicherheit ist das Herzstück dieses Jobs. Das bedeutet konkret, dass die Sicherheitssysteme an Bord, aber auch in der Infrastruktur, wie das Europäische Zugsicherungssystem (ETCS, für European Train Control System), beherrscht werden müssen. Dieses System kontrolliert die Geschwindigkeit und vermeidet Unfälle und das unerlaubte Vorbeifahren roter Signale. Wir lernen auch, wie wichtig die persönliche Ausrüstung ist (Sicherheitsweste, Sicherheitsschuhe usw.) und lernen im Fahrsimulator, wie man mit Ausnahmesituationen umgeht. Die CFL stellt sehr sehr hohe Anforderungen an die Sicherheit.

Dies zeigt sich auch anhand der Prüfungen während der Ausbildung…

Marc: Das stimmt. Wir werden kontinuierlich geprüft, so dass nichts dem Zufall überlassen wird. Neben der Lizenz (Eisenbahnführerschein) und der Beherrschung der Infrastruktur gibt es eine Fehlerbehebungsprüfung, eine mündliche Prüfung, einen Test am Simulator und eine Fahrprüfung auf einem kommerziellen Zug mit Prüfer, um die Ausbildung zu validieren.

Eine nachhaltige und dynamische Karriere bei der CFL

Bezüglich des Arbeitsrythmus, wie sieht der Alltag eines Lokführer-Lehrlings aus?

Marc: Die… eines Lokführers! Auch wenn wir recht normale Arbeitszeiten während der theoretischen Phase haben (7-15h), werden diese recht flexibel sobald man in der Praxis ist. Man kann früh morgens, spät abends, mitten in der Nacht und natürlich an Wochenenden und Feiertagen fahren. Es gibt also keine Routine. Mir persönlich gefällt diese Flexibilität. Es ist ein integraler Bestandteil der Arbeit und verschafft einem viel Freizeit.

Cyrille, du bist der Coach von Marc. Welche Eigenschaften muss man Ihrer Meinung nach mitbringen, um Lokführer zu werden?

Cyrille: Man muss pünktlich und gewissenhaft sein und, wie Marc schon sagte, sehr auf die Sicherheit achten. Und dann muss man auch noch motiviert sein, denn während dieser einjährigen Ausbildung muss man für eine Vielzahl an Fächer lernen. Was die körperliche Eignung anbelangt, so müssen Sie gut sehen und gut hören können und ein gesundes Herz haben.

Und wie sieht es mit dem Ausbildungsniveau aus, das für den Einstieg erforderlich ist?

Cyrille: Wir verlangen von den Bewerbern, dass sie ein handwerkliches CATP (Schlosser, Elektriker, Elektroniker, Mechaniker), ein Technikerdiplom oder ihre “2ème technique” oder “3ème classique” bestanden haben.

Darüber hinaus sind Kenntnisse (Niveau B1) der luxemburgischen, deutschen und französischen Sprache erforderlich.

Wie viele Bewerber werden ausgewählt?

Cyrille: Wir erhalten jedes Jahr fast 300 Bewerbungen, von denen 24 eingestellt werden. Die Rekrutierten werden in zwei Klassen eingeteilt, von denen eine ihre Ausbildung im Frühjahr und die andere im Herbst beginnt. Es ist also selektiv, aber es lohnt sich: Ist diese Phase nämlich vorbei, wird die Ausbildung bezahlt und als unbefristeter Vertrag bestätigt, sobald die Prüfungen gut verlaufen sind!

Marc, ich kann mir vorstellen, dass Sie es eilig haben, als ausgebildeter Lokführer zu fahren…

Marc: Ja, ich kann es kaum erwarten… Wenn alles gut geht, wird es im September so weit sein, und ich freue mich darauf, auf der Strecke nach Ulfflingen zu fahren, meiner Lieblingsstrecke, die in den Norden des Landes führt: Die Landschaften und die Natur entlang dieser Strecke sind einfach großartig!

Stellen Sie, genau wie Marc, die Weichen für Ihr Berufsleben selbst und entdecken Sie einen außergewöhnlichen Beruf bei der CFL

Steve und Damien arbeiten beide in der Abteilung “Infrastrukturprojekte” der CFL-Gruppe. Hier koordinieren sie innovative Projekte und sorgen gleichzeitig in vorbildlicher Weise für den Erhalt der Artenvielfalt und die Sicherstellung der von der Gruppe vorgegebenen Standards in Bezug auf eine nachhaltige Entwicklung. Lernen Sie die beiden Bauingenieure kennen, denen der Tier- und Naturschutz besonders am Herzen liegt.

Hallo Steve, in welcher Position bist du bei der CFL tätig?

Steve : Nachdem ich 2003 meinen Abschluss als Bauingenieur gemacht hatte, begann ich bei der CFL zu arbeiten. Seit 2017 bin ich, nachdem ich den Posten als Projektleiter für den Ausbau der Zweigleisigkeit Pétange und Luxemburg übernommen habe, für die Renaturierung der Flüsse Chiers und Mess verantwortlich. Ein Projekt von A bis Z zu bearbeiten, das macht den Job erst richtig interessant!

Und du, Damien, bist auch Teil der Abteilung “Infrastrukturprojekte”. Was gefällt dir an deinem Job?

Damien : Mir persönlich gefällt die Tatsache, dass ich nicht nur im Büro arbeiten muss, sondern auch im Außendienst tätig bin. Wenn wir vor Ort sind, übernehmen wir die Rolle des Projektmanagers und sorgen dafür, dass das Projekt voranschreitet und unsere Teams sicher arbeiten. Im Büro müssen wir mit einer Vielzahl von Personen zusammenarbeiten, um zum Beispiel Genehmigungen einzuholen oder ökologische Gutachten zu erstellen, die verschiedenen Varianten eines Projekts zu untersuchen oder die Budgets zu verwalten. Ich persönlich konzentriere mich hauptsächlich auf die Neubaustrecke Luxemburg-Bettemburg. Dies ist ein wichtiges Projekt, für das wir mehrere Kompensationsmaßnahmen durchführen müssen.

“Es ist ein sehr abwechslungsreicher Job, der immer wieder interessante Herausforderungen bietet.”

Kompensationsmaßnahmen… was heißt das?

Steve : Diese Kompensationsmaßnahmen sind notwendig, wenn wir in einen Naturraum eingreifen. Dies ist z. B. der Fall, wenn Bäume gefällt werden, um Platz für den Bau einer neuen Infrastruktur zu schaffen. In diesem Fall schlägt die Natur- und Forstverwaltung unter der Aufsicht des Umweltministeriums Maßnahmen vor, um die Auswirkungen menschlicher Eingriffe in die Umwelt zu kompensieren. Im Falle einer Abholzung würde eine Kompensationsmaßnahme zum Beispiel darin bestehen, neue Bäume zu pflanzen. In der Regel versucht die CFL immer, mehr zu kompensieren eine sogenannte „Überkompensation“ anzustreben. Ich gebe Ihnen ein weiteres Beispiel: Bei einem Bauvorhaben auf der Strecke zwischen Pétange und Luxemburg in Dippach haben wir das Flussbett des Flusses Chiers künstlich umgeleitet. Am Ende der Arbeiten haben wir einen Teil des Flusses in sein ursprüngliches Bett zurückverlegt. In gleicher Weise wurde eine Renaturierung der Mess zwischen Bettange und Reckange durchgeführt.

“Weitere Kompensationsmaßnahmen können darin bestehen, eine landwirtschaftliche Fläche zu revitalisieren, eine Feuchtwiese anzulegen…”

Die CFL engagiert sich nicht nur für Wasser und Wälder, sondern auch für die Tierwelt…

Damien : Das ist richtig! Durch das Bestehen der Autobahn und der Neubaustrecke Luxemburg-Bettemburg wurde ein Wald in zwei Teile geteilt. Um hier Abhilfe zu schaffen, haben wir eine 70 m lange und 50 m breite Wildbrücke gebaut, der es den Wildtieren ermöglicht, die beiden Teile des Waldes in völliger Sicherheit zu durchqueren. Eine Wildtierüberquerung dieser Größenordnung ist kein Zuckerschlecken (lacht). Diese Kompensationsmaßnahme wurde oberhalb der Autobahn A3 auf einem Gelände von Ponts et Chaussées durchgeführt. Noch im Rahmen des Neubauprojekts der Strecke Luxemburg-Bettemburg mussten wir eine Population von Fledermäusen und Bisamratten umsetzen, um deren Sicherheit zu gewährleisten. Wir haben dann mehrere Dutzend Nistkästen installiert, um diese Tiere umzusiedeln. In Fentange siedelten wir eine Amphibienpopulation um, nachdem ein Teich auf der Baustelle “gestört” worden war.

Steve : Sobald wir uns in einer Situation befinden, in der eine unserer Baustellen Wildtiere gefährden würde, werden diese Arbeiten sofort eingestellt. Erst nachdem wir Schutz- und Erhaltungsmaßnahmen getroffen haben, nehmen wir die Tätigkeit auf der Baustelle wieder auf.

“Eine Priorität für die CFL ist es, sicherzustellen, dass die Tiere weiterhin in Sicherheit und in ihrem gewohnten Lebensraum weiterhin leben können.”

Die CFL-Gruppe arbeitet dabei mit verschiedenen auf die Umwelt spezialisierten Beratungsunternehmen zusammen. Was ist der Zweck dieser Zusammenarbeit?

Steve : Diese zugelassenen Beratungsunternehmen führen eine Ökobilanz durch, die mit Hilfe eines Ökopunktesystems das Ausmaß der Zerstörung oder Verschlechterung der natürlichen Umwelt feststellt. Auf der Grundlage dieser Bewertung schlagen sie verhältnismäßige Kompensationsmaßnahmen vor. Es ist jedoch anzumerken, dass das Ministerium diese Analysen zunehmend nutzt, um die Art der Entschädigung selbst zu bestimmen: Eine Abgabe wird vom Projekteigentümer an das Ministerium gezahlt und soll zur Finanzierung größerer Kompensationsmaßnahmen im ganzen Land verwendet werden.

Was passiert mit Projekten, wenn sie abgeschlossen sind?

Damien : Die CFL achtet darauf, dass die eingeleiteten Maßnahmen weiterverfolgt werden. Zu diesem Zweck hat die Abteilung “Instandhaltung der Infrastruktur” eine Person eingestellt, die für die nächsten 10 bis 20 Jahre für die Überwachung und Pflege dieser Naturflächen verantwortlich ist.

“Die CFL achtet darauf, dass die Projekte überwacht werden.”

Auf welchen Aspekt Ihrer Arbeit möchten Sie am meisten aufmerksam machen?

Damien : Die Öffentlichkeit sieht oft nur das Endergebnis unserer Arbeit, wie zum Beispiel den Bau neuer Lärmschutzwände oder Brücken… Nichtsdestotrotz spielt der Respekt vor der Natur für die CFL schon im Vorfeld und schon bei der Konzeption neuer Projekte eine wichtige Rolle. In dieser Phase versuchen wir immer, Varianten zu finden, die die natürliche Umgebung so wenig wie möglich beeinträchtigen, um eine möglichst harmonische Integration zu erreichen.

Auch Sie können in ein nachhaltiges und verantwortungsvolles Unternehmen einsteigen: die CFL sucht neue Mitarbeiter.

Manchmal nehmen die Bahnen unseres Lebens ganz selbstverständlich ihren Lauf. Claude, der in eine Eisenbahnerfamilie hineingeboren wurde und seit seiner Jugend ein Fußballfan ist, ist nie von seinem Weg abgekommen. Für diesen Ausbilder bei der CFL, der auch Vizepräsident und Trainer des Fußballclubs FC Eisebunn 97 ist, erscheinen die Lebenseindrücke bei der Eisenbahn und auf den Fußballplätzen immer noch genauso grossartig, mit einer erstaunlichen Beständigkeit Jahr für Jahr. Wenn man geradewegs auf dem Weg bleibt, verpasst man keine der Aussichten, die man schätzt.

Auf dem Spielfeld trägt Claude mal das TRIKOT des Spielers, mal den Anzug des Trainers. In beiden Fällen “zählt jede Minute und man darf nie in seiner Disziplin und Beständigkeit nachlassen”, sagt er. Bei der Arbeit ist es dasselbe wie in der Position des Trainers: Seine Aufgaben als Ausbilder führen dazu, dass er die gleiche ruhige Autorität und die gleichen Trainingsmethoden einsetzt, um der Gruppe zu einer besseren Anwendung ihrer Arbeitsmittel zu verhelfen.

“Der Trainer gibt zwar taktische Vorgaben, er muss aber auch die Spieler dazu bringen, Lösungen selbst zu finden. Aber in beiden Fällen ist das gleiche Maß an Empathie und zwischenmenschlichen Fähigkeiten erforderlich, sowie der gleiche Teamgeist, ohne die Ernsthaftigkeit zu vernachlässigen.” Die Bahnen, die Claude einschlägt, verlaufen immer parallel.

“Der Trainer gibt zwar taktische Vorgaben, er muss aber auch die Spieler dazu bringen, Lösungen selbst zu finden.”

Der Anpfiff

Am Anfang des Weges stand sein Urgroßvater, sein Großvater und dann sein Vater. Der erste reparierte in den 40er Jahren Dampflokomotiven. In den 1950er Jahren kam dann dessen Sohn als Schlosser in die Werkstatt, bevor sein eigener Sohn ganz am Ende der 1970er Jahre zur CFL kam, wo er als Ausbilder tätig war. Dies ist auch die Position, die Claude, ein Eisenbahner in vierter Generation, innehat, nachdem er nacheinander Aufsichtsbeamter, Weichensteller und Fahrdienstleiter war.

“Mein Vater ist 2017 in Rente gegangen”, sagt Claude. Aber als ich bei der CFL anfing, hatte ich das Glück, noch von ihm ausgebildet zu werden und ihn in den ersten Monaten jeden Tag bei der Arbeit zu begleiten. Mein Großvater, der jetzt 89 Jahre alt ist und den ich regelmäßig besuche, trägt all die Erinnerungen an eine Zeit mit sich, in der Züge fuhren und große Rauchschwaden hinter sich ließen.”

Zwar wollte er nicht von klein auf in deren Fußstapfen treten, denn er strebte gegen alle Widerstände eine Karriere als Profifußballer an. “Fußball nahm den größten Teil meines Lebens als Teenager ein”, erinnert er sich. Ich war Torwart und ich habe es geliebt. Wie alle jungen Spieler träumte ich davon, eine erfolgreiche Karriere zu machen. Ein Traum, der für einen Jungen aus Luxemburg damals unerreichbar war: In unserem kleinen Land gab es nur wenige Profispieler, anders als heute, und vor allem hatte ich trotz meiner Disziplin und meines Engagements nicht das Niveau, um eine solche Karriere zu starten.”

Das hielt allerdings die jungen Luxemburger nicht davon ab, Zidanes Doppelpack im WM-Finale 1998 zu beklatschen und sich den jubelnden Menschenmassen auf den Straßen anzuschließen. Mit Ausnahme von Claude, der seine erste große Enttäuschung als Sportler erlebte: Er war Brasilien-Fan und war nicht glücklich über die Niederlage seiner Mannschaft in diesem legendären Spiel.

“Aber es war eine aufregende Weltmeisterschaft, die ich miterleben durfte, und ich denke immer noch oft daran. Meine Mannschaft verlieren zu sehen, war auch eine fußballerische Lektion für mich: Der Frust, den man nach einer Niederlage verspürt, verwandelt sich schnell in Motivation, und man macht sich auf den Weg zum nächsten Spiel und zum nächsten Sieg. Das haben die Brasilianer in diesem Jahr getan. Das habe ich selbst als Spieler danach auch immer gemacht.”

Eine mehrspurige Straße

Claude ist kein professioneller Fußballspieler geworden. Was er als Teenager jedoch nicht wusste, war, dass er, wenn er nach dem Gymnasium bei der CFL einsteigen würde, wie es drei Generationen vor ihm getan haben, mit seinen Arbeitskollegen Fussball spielen und seine beiden Berufungen weiterhin verfolgen könnte.

Vorbei die Zeiten, in denen er mit seinen Jugendfreunden auf der Straße Fußball spielte, vorbei die Spiele des örtlichen Sportvereins, aber Claude zog stolz das rote Trikot des FC Eisebunn 97 an, dessen Vizepräsident und Trainer er heute ist.

Die Gründungsvereine des FC Eisebunn 97 treten zweimal im Jahr in internen Turnieren freundschaftlich gegeneinander an, ebenfalls wird eine Auswahl an Spielern zurückbehalten, die das Unternehmen bei der großen luxemburgischen Firmenmeisterschaft zwischen Mannschaften aus verschiedenen Unternehmen des Großherzogtums vertritt.

“Man muss 100 % geben, um die Chance zu haben, den Pokal des Luxemburger Betriebsfußballs (FCL) zu gewinnen und eine gute Platzierung in der FCL-Meisterschaft zu belegen. Claude ist auch Teil des FCL-Komitees, welches die Meisterschafts- und Pokalwettbewerbe des Betriebsfußballs organisiert.

Unabhängig vom Wetter zeigen sich die Spieler des FC Eisebunn 97 immer von ihrer besten Seite. “Die Atmosphäre ist immer gut. Und natürlich erhöht es unser Zugehörigkeitsgefühl zum Unternehmen, das ohnehin schon sehr gut ist. Die CFL ist ein guter, stabiler Arbeitgeber, bei dem wir alle vielfältige Möglichkeiten haben, uns weiterzubilden und im Laufe unserer Karriere verschiedene Positionen zu übernehmen.”

“Die Atmosphäre ist immer gut. Und natürlich erhöht es unser Zugehörigkeitsgefühl zum Unternehmen, das ohnehin schon sehr gut ist.”

Claude ist ein gutes Beispiel: Er kam 2006 zur CFL als Aufsichtsbeamter, dann als Fahrdienstleiter und Weichensteller, und schließlich als Ausbilder wie sein Vater. “Heute bilde ich die Mitarbeiter der Abteilung des technischen Betriebes aus, also all jene, die für den reibungslosen Ablauf der Züge und Rangierbewegungen sorgen, die sich um die Weichen und Signale kümmern oder die Baustellen technisch betreuen.

Ein gemeinsamer Weg

Ob auf dem Fußballplatz oder im Schulungsraum, wo er den Mitarbeitern der CFL theoretischen und praktischen Unterricht gibt, Claude wird von derselben Sache motiviert: der Aufgabe, Wissen weiterzugeben.

“Grundsätzlich möchte ich mein Wissen und meine Techniken weitergeben. Das nimmt jeden Tag andere Formen an, je nachdem, welche Person ich vor mir habe. Ich stehe im Kontakt mit neuen Mitarbeitern, die gerade ins Unternehmen gekommen sind, genauso wie mit langjährigen Eisenbahnern, die mit viel Know-how daherkommen.

“Grundsätzlich möchte ich mein Wissen und meine Techniken weitergeben. Das nimmt jeden Tag andere Formen an, je nachdem, welche Person ich vor mir habe.”

Wenn Sie, wie Claude, gerne einen klaren Weg gehen, aber die Blicke und Ansätze vervielfältigen, dann sind Sie bei der CFL genau richtig. Senden Sie uns gerne direkt Ihre Bewerbung.

Weitere interessante Geschichten über unsere Botschafter finden Sie in unserer Rubrik PEOPLE

Die Bahnhöfe, aber auch die vielen anderen Infrastrukturen der CFL, sind mit einer Vielzahl von Vorrichtungen ausgestattet, die für den reibungslosen Ablauf des Bahnverkehrs in Luxemburg notwendig sind. Letztendlich, und dank neuer Technologien, sind alle diese Komponenten mit einem Kontrollzentrum verbunden, das BMS (Building Management System) genannt wird. Ein riesiges Projekt, das Norbert, gelernter Elektroingenieur, dazu motivierte, nach 15 Jahren Tätigkeit in einem Konstruktionsbüro im Jahr 2009 zur CFL-Familie zu stoßen. Es war Zeit für ihn, zu etwas Umfassenderen überzugehen.

Gebäudetechnik von A bis Z

Norberts Arbeit ist sehr abwechslungsreich, da er für das technische Engineering innerhalb der Abteilung Infrastrukturprojekte verantwortlich ist. Das technische Management von Gebäuden steht derzeit im Mittelpunkt seiner Tätigkeit. Weitere Projekte waren die beeindruckende Multimodal-Anlage in Bettemburg und die Standseilbahn, die zu den modernsten Konstruktionen in Luxemburg gehören.

“Die Ausarbeitung der technischen Konzepte, die Überwachung der Baustellen und die Abnahmen der fertigen Gebäude garantieren einen abwechslungsreichen und anspruchsvollen Arbeitsalltag.“, so Norbert, der sagt, dass sein Team auf allen Niveaus an Bord ist.

Ein Kontrollturm für alle CFL-Gebäude

Durch das zukünftige nationale BMS ermöglicht das zentrale technische Managementsystem (GLT) sowohl den Empfang aller Informationen in Echtzeit als auch die Überwachung der Geräte und Maschinen der verschiedenen Standorte (Beleuchtung, Heizung, Klimaanlagen, Wechselrichter, Generatoren usw.).

Im Falle einer Störung wird das Problem direkt an die Mitarbeiter weitergeleitet, die ständig alle CFL-Strukturen überwachen. Dank dieses neuen Systems können sie einen Eingriff einleiten, ohne eine Sekunde zu verlieren. “Wenn zum Beispiel eine Klimaanlage ausfällt, würde der Anstieg der Temperatur in einem Raum auf ein bestimmtes Niveau automatisch bestimmte Geräte abschalten, so dass wir sehr schnell handeln müssen”, erklärt Norbert.

Die Prävention für einen besseren Betrieb

Dank Computer-Aided Facility Management (CAFM) werden alle Daten der Gebäudeinstandhaltung in dieser rechnergestützten Struktur gespeichert. Dies ist eine völlig neue Komponente, die in Zukunft in das nationale BMS integriert wird. Bei der Beleuchtung zum Beispiel wird es mit diesem Konzept möglich sein, genau zu wissen, wann die Teams zum Austausch von Lampen anrücken müssen, noch bevor diese den Geist aufgibt. Dies wird als vorbeugende Wartung bezeichnet. Das Gleiche gilt für die Wartung von Aufzügen oder Fahrtreppen durch eine zugelassene Stelle oder den Wechsel von Filtern in Lüftungsanlagen.

Da alle Merkmale der verschiedenen technischen Anlagen in die Datenbank eingegeben werden, kann eine vom Zentralen Technischen Management gemeldete Störung dank der vom CAFM angebotenen Lösung schneller behoben werden. “Das ist sehr praktisch”, sagt Norbert, “die Teams, die auf der Baustelle oder vor Ort arbeiten, haben alle Informationen, die sie für die Reparatur oder Wartung eines Bauteils benötigen, sofort zur Hand”.

Es ist ein beeindruckendes System mit tausenden von Kontrollpunkten, die im Vorfeld entsprechend ihrer Bedeutung im technischen Konzept eingerichtet werden müssen. Ein leistungsstarkes Werkzeug, das die Einhaltung aller Dienste durch automatische Erinnerungen und Überwachung der verschiedenen auszuführenden Aufgaben sicherstellt.

Mehrere hundert Kameras sind mit der Leitstelle verbunden

Die Videoüberwachung wird ebenfalls in das nationale BMS integriert. Es sind bereits etwa 600 Kameras in Betrieb, und für jedes neu zu bauende Parkhaus werden etwa 100 weitere benötigt, um eine vollständige Überwachung zu gewährleisten. Dieser Aspekt stellt einen enormen Datenfluss dar, da jede Kamera einen Fluss von 2 Megabit pro Sekunde benötigt, ein Informationspaket, das Norbert nicht abschreckt: “Bei der CFL haben wir ein eigenes Glasfasernetz im gesamten Gebiet, um die immense Datenmenge zu transportieren”.

Die größte Herausforderung besteht darin, sämtliche Maschinen dazu zu bringen, mit dem neuen BMS zu kommunizieren, da die gesamte Infrastruktur auf mehreren verschiedenen Arten von Übertragungsprotokollen basiert, die mit dem neuen System kompatibel sein müssen. Norbert erklärt, dass diese Aufgabe eigentlich wie eine riesige Übersetzung all der verschiedenen Sprachen ist, damit das BMS sie verstehen kann. Ein mühsamer Vorgang, der aber die Verwendung einer einheitlichen grafischen Oberfläche erlaubt.

Pionierarbeit

Das BMS Belval hatte seinen Auftritt 2011 beim Bau des Bahnhofs in Esch-Belval. Heute deckt das BMS Belval fast den gesamten südlichen Teil des Landes ab. Da sich die Technologie schnell weiterentwickelt, hat diese Struktur bereits ihre Modernität verloren und wird schließlich durch das nationale BMS ersetzt, das sich nun im vollen Ausbau befindet. Mit den drei Satellitenstandorten in Rodange, Mersch und Wasserbillig wird das gesamte Land abgedeckt und die Informationen werden am zentralen Knotenpunkt in Howald gesammelt. Norbert freut sich darauf, denn durch die Kombination von BMS und CAFM wird es möglich sein, alle technischen Informationen der Tertiärinfrastrukturen des Unternehmens zusammenzuführen. Eine gute Arbeit und eine Menge Arbeit zur gleichen Zeit.

Dieses Projekt entwickelt sich ständig weiter, da neue Gebäude hinzukommen oder alte Bahnhöfe renoviert werden, wie in Mersch mit dem Bau eines neuen Parkhauses oder in Troisvierges, Rodange und Wasserbillig.

Neue Technologien werden von der CFL eifrig genutzt. Das Unternehmen ist eines der wenigen in Luxemburg, das sie einsetzt, wie z.B. BIM (Building Information Modeling), das alle Daten über Geräte, Komponenten und Materialien in die 3D-Baupläne der zukünftigen Gebäude integriert. Diese Systeme sind ein echtes Abenteuer, bei dem wir ständig mit technischen und IT-Aspekten jonglieren müssen. Norbert und seine Teams sind wahre Pioniere auf diesem Gebiet!

Wenn Sie, wie Norbert, an der Modernisierung von Infrastrukturen teilnehmen und dabei neue, fortschrittliche Techniken entdecken möchten, dann warten Sie nicht länger und schließen Sie sich der großen CFL-Familie an.

Sie sind Brüder, Schwestern, Cousins und Cousinen. Sie sind zusammen aufgewachsen und weichen sich fast nie von der Seite – auch nicht um zur Arbeit zu gehen: Sie sind alle Mitarbeiter der CFL. Die Eisenbahn Luxemburgs ist oft eine Familiengeschichte. Wir sind bei ihnen zu Hause verabredet um mehr zu erfahren.

Früher Abend im Esszimmer. Die Orecchiette quellen von den Kindertellern über. In der Mitte des Esstisches stehen Teresas Panzerotti in Reichweite für alle, direkt neben einem riesigen Tablett mit Buffala und Tomaten. Der Geruch des Eintopfs, der in der Küche zubereitet wird, liegt in der Luft. „Wie jede gute Familie italienischer Herkunft und aus der Region Apulien, lieben wir es zu essen!“ Giovanni lacht und zeigt auf seinen Bauch. Die Familie hat einen Sinn für Humor. “Das ist eine unserer Hauptqualitäten”, sagt Giovanni.

Mit 36 Jahren ist er der Älteste in seiner Familie und der Erste, der 2012 zur CFL kam. Der Lagerarbeiter der Zentralwerkstatt liebte seine Arbeit vom ersten Moment an so sehr, dass er schnell seine Schwester, seinen Bruder und seinen Cousin weiterempfahl.

Teresa, eine Schaltermitarbeiterin, kam 2014 zur CFL. Cousin Vanni (der sich offiziell auch Giovanni nennt) folgte 2017, zunächst als Aufsichtsbeamter, dann als Fahrdienstleiter. 2018 begrüßte die CFL schließlich den kleinen Bruder, Nicola, einen stolzen Lokführer. “Aber glauben Sie nicht, dass ihre Einstellung so einfach war”, mahnt Giovanni. „Bei der CFL ist der Recruitingprozess für alle gleich und er ist immer sehr streng.”

Loyalität und gute Laune

„Ich denke, wir haben alle vor, so lange wie möglich bei der CFL zu bleiben“, sagt Teresa. „Loyalität ist ein sehr wichtiger Familienwert. Wenn wir uns zu etwas verpflichten, das wir lieben, ist es fürs Leben.“

„Wenn wir uns zu etwas verpflichten, das wir lieben, ist es fürs Leben.“

Wenn dies für ihre Arbeit gilt, so gilt es auch für ihr Engagement für die Familie und ihre Leidenschaft für den Fußball. “Wir sind natürlich begeisterte Inter Mailand Fans!”, verkündet Nicola stolz.

Wenn sie sich bei der Arbeit über den Weg laufen, lassen die Cousins keine Gelegenheit aus, Scherze zu reißen. “Es gibt einen Wettkampf in der Familie, wer von Vanni und Giovanni der Witzigere ist”, verkündet Teresa. Dieser Wettstreit findet seit ihrer Kindheit auf dem Kopfsteinpflaster ihres Dorfes statt: Alle vier sind in der gleichen Straße aufgewachsen. “Wir sind nicht nur Cousins und Cousinen väterlicherseits, sondern haben ein doppeltes Familienband: Unsere Väter sind Brüder und sie haben zwei Schwestern geheiratet! Wir sind auch Cousins und Cousinen mütterlicherseits. In beiden Familien herrscht ein geselliges Miteinander.”

Damit sind alle Voraussetzungen für eine Bombenstimmung am Tisch gegeben.” An Partynächten bleibt die Familie lange auf.” Das versichert uns Nicola, der Jüngste und Fröhlichste der Bande. Teresa hingegen ist die große Reisende der Familie und die Belesene, diejenige, die die großen Gesprächsthemen auf den Tisch bringt. Währenddessen wetteifern die beiden Giovannis im Schlagabtausch. Die Zungen lösen sich. Sowohl auf Italienisch als auch auf Luxemburgisch und Französisch. “Und alle sprechen viel zu laut!”, sagt Giovanni.

Die ganze Familie im Zug

Giovanni, Teresa, Nicola und Vanni gehören zur ersten Generation der Familie, die bei der CFL arbeitet. Ihre Eltern stammen aus ganz unterschiedlichen Verhältnissen und ihre Großeltern sind in den 50er Jahren nach Luxemburg eingewandert, um im Industriesektor zu arbeiten. Aber der Zug war schon immer Bestandteil des Familienlebens und weckt Kindheitserinnerungen.

Der kleine Giovanni liebte besonders die langen Nachtfahrten nach Italien in den Karnevalsferien. Bequem in den kleinen Kojen sitzend, wurden die Kinder durch das gleichmäßige Brummen des auf den Schienen gleitenden Wagens in den Schlaf gewiegt.

Die Zeiten des Nachtzugs in Luxemburg sind zwar vorbei, dennoch fährt Nicola auch noch heute oft große Familien mit riesigen Koffern. Lächelnd schaut er dann vom Fahrersitz aus zu, wie sie sich auf dem Bahnsteig stapeln, und taucht für einen kurzen Moment in eine Welt der Erinnerungen ein.

Ich schätze mich glücklich, für die CFL zu arbeiten und tagtäglich Teil dieser Welt zu sein”, sagt er. Vor allem, weil ich auch anderes kennengelernt habe. Nach der Schulausbildung habe ich erst einen Weg in die Verwaltung eingeschlagen und habe kurz in einem Büro gearbeitet. Mir wurde aber schnell klar, dass das nichts für mich ist. Ich muss mehr im Geschehen sein.”

“Und ich bin so froh, dass ich meinen Computer an dem Tag eingeschaltet habe, an dem ich vor zehn Jahren eine Stellenanzeige für die Bahn gesehen habe”, fügt sein älterer Bruder hinzu. “Ich dachte, warum nicht ich? Freunde haben versucht, mich zu entmutigen, indem sie mir sagten, dass der Einstellungsprozess kompliziert sei. Es stimmt zwar, dass es eine Reihe von Schritten ist, jedoch war es nichts Unerreichbares.”

„Was mir am Anfang wirklich gefallen hat”, sagt Vanni, “war die Qualität der Ausbildung. Ich fühlte mich wirklich sehr gut betreut. Besonders beim Lernen über Sicherheitsstandards: Es ist ein ganzes Universum.”

Die Zukunft ist sicher

Der Eintopf ist fast fertig. Längst sind alle Panzerotti verschlungen. Aus dem Augenwinkel wirft Teresa einen Blick auf ihre Tochter, die sich weiter hinten mit ihren Cousins amüsiert. Wird sie eines Tages auch eine stolze Mitarbeiterin der CFL sein? „Wenn sie will, werde ich ihr das sicher nicht ausreden”, sagt die junge Mutter. „Abgesehen von der Freude, die wir an unseren jeweiligen Jobs bei der CFL haben, gibt es noch die Freude, für ein großes Unternehmen zu arbeiten, das auf unsere Entwicklung bedacht ist. Bei der CFL gibt es immer die Möglichkeit, den Arbeitsplatz zu wechseln, neue Türen zu öffnen, neue Weiterbildungen zu machen, Chancen zu ergreifen. Das ist sehr kostbar.”

Wer, wie Teresa, den Umgang mit Menschen liebt, findet im Kundenservice zahlreiche Möglichkeiten. Wer, wie Giovanni und Vanni, lieber hinter den Kulissen arbeitet, dem steht ein breites Spektrum an Jobs zur Verfügung. Hier ist für jedermann Platz. Genau wie in einer großen, liebevollen Familie.

Wenn auch Sie Ihr Glück versuchen wollen, Teil der CFL-Familie zu werden, schauen Sie sich hier die aktuellen Jobangebote an.

Sie wollen wissen, was Sie bei ihrem Bewerbungsprozess bei der CFL erwartet? Dann werfen Sie einen Blick auf unseren Artikel Spotlight on : Recruiting bei der CFL.

René ist Teamleiter der Abteilung “Elektro- und Klimatechnik”. Nach einem Praktikum als Mechaniker bei der CFL fühlte er sich bereit für eine neue Herausforderung, die er in seinem jetzigen Job fand: die Verwaltung der Flotte von Hybrid- und Elektrobussen. Heute sind diese Busse – insgesamt 7 an der Zahl – noch in der Minderheit. Nichtsdestotrotz wird bis 2030 der Einsatz einer 100 % elektrischen Fahrzeugflotte angestrebt, was eine umfassende Umgestaltung der Geschäftsbereiche und Infrastrukturen des Unternehmens nach sich ziehen wird. Lernen Sie René kennen und erfahren Sie mehr über die Energiewende mit Fokus auf nachhaltige Mobilität.

Hallo René, was genau machst du beruflich?

Ich leite ein Team von sechs Elektrikern und verwalte ihre Zeitpläne und Aktivitäten. Wir arbeiten an allen Bussen, egal ob sie thermisch oder elektrisch betrieben werden, auch wenn die Eingriffe je nach verwendeter Energie nicht unbedingt gleich sind. Als Teamleiter bin ich dafür verantwortlich, die Schwere jedes Problems, das uns gemeldet wird, zu beurteilen und dann die Reparaturaufträge an die Elektriker in meinem Team zu verteilen. Diese Reparaturen sind ganz unterschiedlich: von einer defekten Glühbirne über eine verschlissene Bremse bis hin zu einer Batterie mit technischem Problem. Zusätzlich zu diesen Reparaturen führen wir auch viele Präventivwartungen durch. Vor dem Frühling wird zum Beispiel die Klimaanlage jedes Busses überprüft, und gegen Ende des Sommers bereiten wir die Heizungen vor, damit sie für die Winterperiode bereit sind.

Heute sind knapp 10 % der CFL-Flotte Hybrid- und Elektrobusse. Wie plant die CFL, diese Quote zu erhöhen?

Das Ministerium für Mobilität und öffentliche Arbeiten hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Es möchte, dass der gesamte öffentliche Verkehr im Land bis 2030 0 % Emissionen aufweist. Für die CFL bedeutet dies, dass alle unsere Busse, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden, durch Fahrzeuge mit alternativen Technologien, wie zum Beispiel Elektrofahrzeuge, ersetzt werden. Dies stellt eine große Herausforderung für uns dar: Diese Innovationen erfordern neue Infrastrukturen und hochspezialisierte Arbeitskräfte, die an dieser Art von Fahrzeugen arbeiten. Dieser Übergang findet mit voller Geschwindigkeit statt. Es ist jedoch noch ein weiter Weg, bis wir sagen können, dass Elektrofahrzeuge nur Vorteile gegenüber ihren Diesel-Pendants haben.

“Theoretisch benötigen Elektrobusse weniger Wartung als Dieselbusse. Da es sich jedoch um eine brandneue Technologie handelt, ist es aufgrund der Neuheiten noch eine recht energieintensive Arbeit, alle Feinheiten zu erfassen.”

Was sind die positiven Punkte von Elektrobussen?

Der große Vorteil dieser Elektrofahrzeuge ist natürlich, dass sie keine schädlichen Emissionen ausstoßen. Hinzu kommt, dass man sie kaum hören kann, was sehr angenehm ist. Besonders in einer Stadt, die durchaus laut sein kann. Ein weiterer positiver Punkt, den wir in diesem Umstieg sehen, ist, dass die Wartung komplett von der CFL übernommen wird. Derzeit sind es vor allem die Bushersteller, die sich darum kümmern. Das Hauptziel für die nächsten Jahre ist es, in diesem Bereich völlig unabhängig zu werden. Dies wird durch eine Reihe von Schulungen für Mitarbeiter erreicht, die in Kürze stattfinden werden.

Warum sind diese Schulungen so wichtig und wer sollte sie absolvieren?

Ziel dieser Schulungen ist es, alle Kenntnisse und wichtigen Handgriffe für die Arbeit unter Hochspannung zu erlernen. Außerdem machen wir uns mit den spezifischen Werkzeugen vertraut, die für diese Fahrzeuge verwendet werden, und wir studieren die Verfahren, die befolgt werden müssen, um in völliger Sicherheit arbeiten zu können. Jeder der an Hybrid- und Elektrobussen arbeitet, muss diese Schulungen besuchen. Dazu gehören Karosseriebauer, Mechaniker, Elektriker und Busfahrer. Die Dauer einer Schulung variiert je nach Beruf: manche dauern zwei bis drei Tage, andere mehrere Wochen. Am Ende jeder Schulung erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat, das ihnen bescheinigt, dass sie fit für Arbeiten an Hochspannungsfahrzeugen sind.

“Nachdem wir mehrere Monate an Elektrobussen gearbeitet haben, haben wir die häufigsten Probleme identifiziert und wissen genau, wie wir sie reparieren können. Unsere Erfahrung ist unser größtes Kapital.”

Abgesehen von den Schulungen, vor welchen weiteren Herausforderungen stehen die CFL-Gruppe und ihre verschiedenen Arbeitsplätze beim Übergang zu einer emissionsfreien Zukunft?

Insgesamt ist die Verwaltung der Hybrid- und Elektrobusflotte völlig anders als die der Dieselbusse. Der größte Teil unserer Arbeit wird am Computer erledigt, was für uns eine große Umstellung ist. Wir müssen die Probleme der Busse diagnostizieren, was komplex, aber unerlässlich ist denn nur so erkennen wir sofort die Fehler, die behoben werden müssen. Alle diese Eingriffe muss ich so planen, dass mein Team in der bestmöglichen Position ist, um sie sicher auszuführen. Es ist wichtig, dass jeder gewissenhaft und mit voller Konzentration arbeitet, um Unfälle zu vermeiden. Bei Fahrzeugen, die unter Hochspannung stehen, gibt es keinen Raum für Fehler.

“Das Wichtigste für mich ist die Sicherheit unserer Mitarbeiter und die Sicherheit der Nutzer des öffentlichen Verkehrs.”

Inwiefern verändert die Energiewende die Wartungseinrichtungen und die spezifischen Arbeitstools?

Da wir an Hochspannungsfahrzeugen arbeiten, wurde die Ausrüstung natürlich angepasst. Wir verwenden zum Beispiel keine herkömmlichen Schraubendreher mehr, sondern solche, die dem Einsatzzweck entsprechen. Des Weiteren sind die Batteriewechsel aufwändiger. Da sich die Batterien auf dem Dach der Busse befinden, benötigen wir Kräne, um sie zu erreichen. Wir mussten also unsere Werkstätten anpassen, weil sie nicht groß genug waren. Um die Batterien der Fahrzeuge aufladen zu können, erhielten wir schließlich Ladestationen, für die wir ebenfalls Platz schaffen mussten.

Woher kommt der ganze Strom für die Hybrid- und Elektrobusse?

Seit mehreren Jahren sind wir mit CREOS im Gespräch, um die Möglichkeiten auf dem Gelände unseres Betriebshofes zu untersuchen. Hier sind wir zu dem Schluss gekommen, dass wir die Infrastruktur verdoppeln und die Energiekapazität der Werkstatt erhöhen müssen. Das ist ganz wichtig, zumal der Fahrzeugbestand weiterwachsen wird und versorgt werden muss.

Wie René zeigt, bringt der Übergang zu einer schonenderen und umweltfreundlicheren Form der Mobilität viele Herausforderungen mit sich und erfordert Veränderungen in den Praktiken und Infrastrukturen. Für noch mehr spannende Arbeitsplätze und Funktionen.

Wie René können auch Sie in ein nachhaltiges und verantwortungsbewusstes Unternehmen einsteigen: die CFL stellt ein!

Nachhaltige Entwicklung geht jeden bei der CFL etwas an: Entdecken Sie in unserer Rubrik GREEN weitere Beispiele für unser tägliches Engagement.

Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper. Für Sophie gilt diese Maxime ebenso für ihr persönliches Leben wie für ihre Vision von Arbeit und Unternehmen, die auf die Effizienz von Systemen und das Wohlbefinden der Kunden ausgerichtet ist. Tagsüber ist sie bei der CFL für die Qualitätsabteilung zuständig – abends tobt sie sich auf der Tanzfläche aus. In beiden Fällen verbindet sie Präzision und Emotion, Genauigkeit und Flexibilität.

Es ist 19 Uhr. Ein helles Licht durchflutet den Tanzraum und lässt die riesigen Spiegel funkeln. Sophie startet die Musik und beginnt, die Bewegungen zu proben, die sie sich vorgestern beim Training vorgestellt hat. Mit ihren langjährigen Partnerinnen, Christelle und Pascale, arbeitet sie an einer neuen Choreografie, die Sie den anderen Mädchen der Tanzgruppe später beibringen wird. Ihre Bewegungen werden zunehmend präziser und fließender und es geschieht das Unaussprechliche und Magische, auf das sie jedes Mal wartet: eine Art Transzendenz, die sich kaum beschreiben lässt, ein Moment der Vollkommenheit und unglaublichen Emanzipation.

Morgen wird sie gestärkt und motiviert zur Arbeit kommen. “Die Verbindung zwischen meinem Tanzen als Hobby und meiner Bereitschaft, Herausforderungen bei der Arbeit anzunehmen und anzugehen, ist unbestreitbar”, sagt sie. Für mich arbeiten diese beiden Aspekte meines Lebens auf untrennbare Weise zusammen.”

Auf der Suche nach Spitzenleistung

Es wird ein anstrengender Tag werden. Mit ihrem Team aus der CFL-Qualitätsabteilung und dank des Inputs der beteiligten Akteure sucht Sophie nach Lösungen für die Pünktlichkeitsproblematik der Züge oder nach Verbesserungsmöglichkeiten des Fahrgastinformationssystems. Dies ist besonders in Störfallsituationen oder bei Bauarbeiten, in einer Zeit des hektischen Aufbaus neuer Infrastrukturen, unerlässlich. Des Weiteren gehört es zu ihren Aufgaben, die Erwartungen der Kunden bezüglich der Bahnhöfe zu erfüllen, oder anders gesagt, mit ihnen die Umrisse des Bahnhofs von morgen zu definieren.

Aus objektiver Distanz, mit Blick auf die Wechselwirkungen aller Unternehmensdimensionen und nicht zuletzt mit Hilfe ihres globalen Denkvermögens navigiert sie durch organisatorische, finanzielle, technologische und sogar psychologische Fragen rund um das Change Management.

“Es ist ein Job, der große analytische Fähigkeiten erfordert und mit meinen bisherigen Erfahrungen in Management und Finanzen einhergeht, aber auch viel Kreativität verlangt. Meine Affinität zur Kunst hilft mir die Dinge anders zu sehen und einen offenen Geist zu kultivieren, um innovative Wege zu finden, erstklassigen Service zu liefern.”

Die Kunst zu diversifizieren

Als sie jünger war, konnte sich Sophie nicht vorstellen, einmal in der Welt der Eisenbahnen zu arbeiten. Aufgewachsen in den belgischen Ardennen, umgeben von üppiger Natur, turnte sie unter den wachsamen und wohlwollenden Augen ihrer Eltern, die beide Sportlehrer waren. Später, unter dem Einfluss eines Familienfreundes, der seine Leidenschaft für Management und Finanzen weitergab, begann sie ihre Karriere bei den “Big Four” in der Beratungswelt.

Ende der 1990er Jahre ging sie nach Brüssel, wo sie sich einer renommierten Business- und Management-Schule anschloss. Aber schon damals ging Sophie ihren eigenen Weg und widmete ihre Forschungen der Sozialökonomie, ein Fachgebiet, das in ihrer Schule noch recht unbeliebt war und in Belgien zu dieser Zeit nur wenig belegt wurde. Für ihre 2003 veröffentlichte Dissertation über Unternehmen mit sozialen Zielen wurde sie mit dem Vanthournout-Preis ausgezeichnet.

Als sie für einen globalen Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsriesen arbeitete, kreuzte die CFL zum ersten Mal ihren Weg: Sie führte dort eine spannende Mission aus. Sie verliebte sich in diesen öffentlichen Dienst, wo sie das Gefühl hatte, “wirklich nützlich für den reibungslosen Ablauf des Unternehmens zu sein”. Schnell wurde sie Teil des Finanzteams der CFL.

“Der Zug ist das Herzstück unseres Lebens, daher hatte ich sofort das Gefühl, einen sinnvollen Job zu machen. Es ist erfüllend, Teil eines so wichtigen öffentlichen Dienstes zu sein und in bestimmter Weise zum Wohlergehen der Menschen beizutragen.”

Im Laufe der Jahre wechselte sie von der Finanzabteilung ins operative Geschäft− ein nicht gerade üblicher Wechsel, der jedoch die Möglichkeiten bei der CFL gut widerspiegelt−, wo Sophie immer gerne in einer sehr “funktionsübergreifenden” Funktion gearbeitet hat. Seit ihrer Anfangszeit steht sie im Berührungspunkt mit mehreren Abteilungen. An einem Tag taucht sie in die Finanzabteilung ein, am nächsten arbeitet sie mit der IT-Abteilung, dann mit der Eisenbahngesellschaft oder dem Infrastrukturmanager. Und so weiter. Insbesondere war sie 2006 an der Entwicklung des Geschäftsmodells von CFL Cargo beteiligt – “das war eine sehr spannende Zeit”, sagt sie.

„Auch da gibt es wieder Verbindungen zwischen meiner Karriere und meinem Tanzen”, meint sie. „Die CFL ermöglicht es mir, mich immer wieder neu zu entwickeln, mit vielen neuen Themen in Berührung zu kommen. Das Gleiche mache ich auch auf der Tanzfläche. Von Jazz bis Contemporary, über Rock’n’Roll, Hip-Hop und Ballett habe ich alles ausprobiert! “

Mit viel Effizienz und Emotion

Sophies Ziel ist es, dass eines Tages alle Kunden der CFL sagen können, dass ihre Zugfahrt ein schönes Erlebnis für sie darstellt.” Wenn wir den Service so reibungslos gestalten können, dass der Passagier die kleinen Pannen des Alltags nicht mehr wahrnimmt und sich an Bord völlig entspannen kann, werde ich sagen können: Mission erfüllt.

Emotionen und Schönheit schaffen: Das ist wonach sie strebt. Die Arbeit ihres Teams ist zugegebenermaßen sehr mathematisch und besteht hauptsächlich aus der Analyse von Zugverspätungsdaten oder der Zusammenstellung der Ergebnisse von Kundenbefragungen. Aber sie sieht nur das Endziel: dass der Zug eine Quelle des Wohlbefindens und, warum auch nicht, ein Vektor für ein wenig Poesie in unserem Leben wird.

“Wenn ich versuche, eine Verbindung zu dieser eher emotionalen Dimension meiner Arbeit herzustellen, denke ich oft an meinen Vater, den ich eines Abends bei einer Tanzaufführung zu Tränen gerührt gesehen habe, obwohl das gar nicht seine Welt ist. Wenn Dinge gut gemacht sind, bewegen sie einen. Ich will damit nicht sagen, dass jede Zugfahrt Sie bewegen sollte; das wäre eine grobe Übertreibung. Aber täglich strebe ich nach dieser Schönheit der gut gemachten Arbeit.”

Sind Sie wie Sophie jemand, der gerne Kreativität mit Effizienz verbindet? Die CFL braucht Leute wie Sie! Werfen Sie einen Blick auf unsere Jobangebote.

Weitere interessante Geschichten über unsere Botschafter finden Sie in unserer Rubrik PEOPLE

Obwohl es sich um einen sehr guten Schüler im Sinne eines nachhaltigen und verantwortungsvollen Transports handelt, kann der Zug manchmal eine Störung erzeugen, die sich auf seine direkte Umgebung auswirkt und Maßnahmen erfordert: Lärm. Dies ist etwas, was die CFL sehr ernst nimmt und das, wie wir es sehen werden, nicht unvermeidlich ist. In der Abteilung Technologieplanung sind unsere Mitarbeiter darum sehr bemüht, diese zu reduzieren. Das Team besteht aus rund zehn Mitarbeitern, die mit einer Vielzahl von Aufgaben betraut sind.

Eines der Fachgebiete der Abteilung ist die Akustik: eine technische und anspruchsvolle Aufgabe, die wichtig ist, weil sie die Lebensqualität all derer beeinflusst, die in der Nähe des Zugnetzes leben.

Bis Anfang der 2000er Jahre war die Akustik ein wenig bekanntes Thema, bis die Vorschriften die Situation änderten und die Betreiber dazu zwangen, diese Aspekte in ihre Entwicklungen zu integrieren. Zuerst gab es das Gesetz vom 10. Juni 1999 über klassifizierte Betriebe, das zum Schutz der Anwohner Lärmstudien vorschreibt. Dann kam die europäische Richtlinie 2002/49/EG über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm, die eine akustische Kartierung für jedes Verkehrsmittel sowie einen entsprechenden Aktionsplan fordert.

Bei der CFL, wie auch anderswo, erfolgte die Einführung schrittweise. Die erste Maßnahme dieser Art wurde mit der Linie 7 Luxemburg – Pétange umgesetzt, dem ersten Großprojekt, bei dem eine komplette Strecke zweigleisig ausgebaut wurde. Anschließend wurde die Arbeit der Abteilung Technologieplanung auf alle Linien des Netzes ab 2010 ausgedehnt.

Die beiden Hauptindikatoren in Bezug auf die Lärmbelastung sind der LTag-Pegel und der LNacht-Pegel, die die beiden äquivalenten Lärmpegel (eine Art Durchschnittspegel der Schienenbelastung) für die jeweiligen Tages- und Nachtzeiten darstellen. Der LNacht Indikator ist der restriktivste, da er die Größe der Anlagen bestimmt: Dieser letzte Parameter LNacht muss kontrolliert werden, damit die Bewohner nicht durch unsere Züge geweckt und gestört werden.

Dank unserer modernen Flotte sind wir der Betreiber mit dem niedrigsten durchschnittlichen Lärmpegel in Europa, jedoch ist dies nur ein Teil der Antwort auf unsere Notwendigkeit, den Lärm zu begrenzen: Es müssen auch Maßnahmen auf der Infrastrukturebene getroffen werden. Unser bester Verbündeter diesbezüglich ist die Lärmschutzwand. Das Prinzip besteht darin, vertikale Flächen entlang der Gleise zu bauen, die den Lärm absorbieren oder reflektieren. Mit den heutigen Materialien kann ein Geräuschpegel von 75 dB(A) (Dezibel für das menschliche Ohr) auf 65 dB(A) hinter der Wand in einem Abstand von ca. 10 Metern von der Lärmquelle reduziert werden.

Dank unserer modernen Flotte sind wir der Betreiber mit dem niedrigsten durchschnittlichen Lärmpegel in Europa

Die Idee ist, poröse Materialien zu verwenden: Lavagestein, Mineralwolle, synthetische Materialien wie z.B. Kautschuk oder Holzbeton (in Beton gegossene Holzspäne). Wir verwenden diese letzte Lösung häufig, weil sie sehr effizient ist.

Auch wenn Lärmschutzwände wirksam sind, sind sie aus mehreren Gründen keine universelle Antwort auf unser Bedürfnis, die Lärmbelastung zu verringern. Der offensichtlichste Grund sind die Kosten: Die Baukosten belaufen sich auf 500 bis 1.000 Euro pro m2, hinzu kommen die Wartungskosten.

Und dann ist da noch der Komfort für die Fahrgäste: Wenn man alle Gleise abtrennen würde, entstünde ein Tunneleffekt, und wir wollen schließlich den Fahrgästen einen Blick auf die Landschaft ermöglichen, durch die sie fahren. Außerdem gibt es städtebauliche Zwänge: Mauern sind ein Bruch in der Landschaft, und es ist besser sie nicht zu missbrauchen.

Um diesen Eindruck der Abschottung zu vermeiden, haben unsere Teams eine revolutionäre Lösung entwickelt: eine transparente Lärmschutzwand. Thierry, Ingenieur und Leiter der Koordinierungsstelle, erklärt, worum es ging: “Das Ziel dieser Wand war es, ein Glasteil zu integrieren, mit der üblichen Undurchsichtigkeit zu brechen, um den visuellen Komfort, aber auch die Sicherheit zu erhöhen: Je besser man nämlich sehen kann, desto besser kann man die Ankunft eines Zuges vorhersehen und unsere Kunden fühlen sich sicherer, wenn sie gesehen werden.“

“Das Ziel dieser Wand war es, ein Glasteil zu integrieren, mit der üblichen Undurchsichtigkeit zu brechen, um den visuellen Komfort, aber auch die Sicherheit zu erhöhen”

Deshalb haben wir diese “Z-Wand” entworfen, die durch eine bestimmte Anordnung der Materialien mit dem doppelten Prinzip der Reflexion / Schallabsorption spielt. Konkret reflektiert das Glasteil den Schall und lenkt ihn auf ein anderes Material um, einen polymerisierten Schaumstoff, der in einer Metallkassette eingeschlossen ist und für die Absorption zuständig ist.

In Zusammenarbeit mit der Abteilung Technologieplanung wurde viel Forschungs- und Entwicklungsarbeit geleistet: “Von den ersten Bleistiftskizzen im Jahr 2012 bis zur Geburt des Prototyps im Jahr 2013 dauerte es mehr als ein Jahr. Um dies zu erreichen, mussten wir unsere Talente kombinieren. Nachdem die “Z-Wand” entworfen war, haben wir sie an drei Standorten im Land eingesetzt: Noertzange, Oberkorn und Schifflange. Mehrere neue Standorte werden derzeit geprüft. Dieses einzigartige Verfahren war auch Gegenstand der ersten Patentanmeldung der CFL: seine Nutzung ist somit gesichert.

Auch die Errichtung dieser Mauern auf dem Bahnnetz ist das Ergebnis einer intensiven Zusammenarbeit vor Ort: Sie mobilisiert Menschen und ein großes Maß an Know-how. Die gesamte umliegende Infrastruktur muss nämlich in Einklang gebracht werden, um künftige Blockaden beim Ausbau des Netzes zu vermeiden. Für den Bahnhof von Schifflange wurde die Lärmschutzwand in ein umfangreiches Projekt zur Anpassung und Beseitigung der Bahnübergänge integriert, das den Bau einer Fußgängerbrücke, einer Brücke, die Instandsetzung der Oberleitungen, den Umbau der Bahnsteige usw. umfasste. Die Arbeiten dauerten fast drei Jahre, mit einem Budget von rund 15 Millionen Euro allein für den akustischen Teil.

Was die personellen Ressourcen betrifft, so handelt es sich um eine breite Palette von Gewerken: Schlosser, Projektmanager, Vermesser und in der Hochphase des Projekts bis zu 30 Arbeiter.

Wenn auch Sie dazu beitragen möchten, die Lebensqualität unserer Mitbürger zu verbessern, indem Sie Ihr Talent in den Dienst eines verantwortungsvollen Arbeitgebers stellen, sollten Sie wissen, dass die Kompetenzen, die bei der CFL gefragt sind, breit gefächert sind, und dass die Vielseitigkeit unserer Mitarbeiter bei unseren Infrastrukturprojekten offenkundig ist: Pflanzenschutzbehandlungen am Rande der Gleise, Bodensanierung, grüne Energien… die Erhaltung der Umwelt ist bei der CFL ein vielschichtiges Thema.

Möchten Sie sich in einem nachhaltigen und verantwortungsvollen Unternehmen engagieren? Die CFL stellt ein!


Nachhaltige Entwicklung geht jeden bei der CFL etwas an: Entdecken Sie in unserer Rubrik GREEN weitere Beispiele für unser tägliches Engagement.