Handys, Tablets, berufliche Applikationen… Mobile Informatik ist das Herzstück der Digitalisierungsstrategie der CFL. Diese agilen und leistungsstarken Werkzeuge machen den Arbeitsalltag einfacher und effizienter. Adam vom Mobile-Informatik-Team erklärt, wie genau.

Dreitausend Endgeräte für schnelles und effizientes Arbeiten im Alltag

Hallo Adam, du hast 2018 bei der CFL angefangen. Kannst du uns sagen, was genau dein Aufgabenbereich ist?

Hallo! Bei der CFL bin ich als Mobilgerätetechniker in der IT-Abteilung tätig. Meine Aufgabe ist es, zusammen mit meinen Kollegen, die für die Mitarbeiter zur Verfügung gestellten Endgeräte zu verwalten. Die Aufgaben sind vielfältig: von der Beschaffung der Geräte, über deren Installation und Konfiguration, der Definition von IT-Sicherheitsregeln, der Verwaltung von Abonnements, bis hin zur Integration professioneller Anwendungen (“Apps”) sowie der Support für die Hardware und das Betriebssystem.

Was kann man sich unter der Ausstattung von mobilen Endgerät bei der CFL heutzutage vorstellen?

Sie ist recht… robust! In Sachen Material verfügen wir über mehr als 3.300 Endgeräte, nämlich 1.800 Smartphones, 1.100 Tablets und 400 “Handys”. Außerdem verwalten wir 4.800 Firmen-Mobilfunkanschlüsse. Diese befinden sich auf den genannten Geräten, aber auch an 4G-Schlüsseln, SIM-Karten für Computer oder an anderen geschlossenen Systemen, wie Alarmanlagen, Automaten, Autos der Flex-Flotte, etc.

Diese umfangreiche Ausstattung wird vom Mobile Device Management (MDM) betrieben, der Plattform zur Verwaltung der Smartphone-/Tablet-Endgeräte – unserem Cockpit!

“Mobile Informatik macht uns autonomer, flexibler und schneller.”

Wie sind die Aufgaben in deiner Abteilung konkret aufgeteilt?

Es gibt zwei Hauptkategorien. Zum einen gibt es das, was wir “daily business” nennen: Das sind kurzfristige Anfragen, wie zum Beispiel die Lieferung von Handys und Tablets und deren Konfiguration. Also eher Routineaufgaben. Und dann gibt es noch die Kategorie “Projekte”. Wir sprechen hier über die mittel- und langfristige Planung. Es geht um die Integration und Bereitstellung von Betriebsanwendungen. Natürlich sind Innovation und kontinuierliche Verbesserung unserer Dienstleistungen und Produkte auch für unser Team wichtig.

Und innerhalb des Teams hat da jeder seine eigene Spezialität?

Ja und nein. Wir sind zu fünft im Mobile Informatik-Team: eine Person für die Koordination, zwei für das „daily business“ und mein Kollege und ich für die Projekte. Aber die Missionen sind nicht streng voneinander getrennt, und wir können uns gegenseitig helfen, je nach den Bedürfnissen des jeweiligen Augenblicks.

Gleichzeitig behalten wir auch die Technologie in diesem Bereich ständig im Auge.

Welche Ausbildung hast du gemacht um Mobilgerätetechniker zu werden?

Zunächst erwarb ich ein technisches Universitätsdiplom (DUT) in Netzwerk- und Telekommunikationstechnik an der Technischen Hochschule in Nancy-Brabois, Frankreich. Diese Ausbildung habe ich dann mit einer “Licence professionnelle Commerce spécialité commercialisation de technologies“ abgeschlossen.

Ko-Konstruktion des digitalen Instruments

Warum ist Mobile Informatik so wertvoll für die CFL?

Weil es ein großartiger Alltagsbegleiter ist! Es ist schwer, alle Vorzüge aufzuzählen… Mobile Informatik ermöglicht unseren Teams den Zugriff auf Unternehmensressourcen an jedem Ort und zu jeder Zeit; es erhöht die Anzahl der verfügbaren Dienste erheblich (wir verwalten jetzt mehr als 150 betriebliche Apps!); es ermöglicht Fernverwaltung und einen 100 % sicheren Zugriff; es erleichtert die Erfassung und Integration von Daten… Ganz klar, es befreit einige von uns vom Büro–PC und unterstützt andere autonomer zu werden. Das ist eine echte Revolution!

“Bei der CFL ist die Bandbreite der Digitalisierung sehr groß.”

Du erwähnst betriebliche Apps. Kannst du uns mehr darüber erzählen?

Natürlich kann ich. Wir setzen zwei Haupttypen von Anwendungen ein:

  • Generische Apps: Diese sind zentralisiert und für alle unsere Nutzer zugänglich. Zum Beispiel die Mailbox, der Kalender oder das Intranet.
  • Berufs- und Projekt-Apps: Diese werden an bestimmte Berufsgruppen angepasst, je nach deren spezifischen betrieblichen Anforderungen. Entweder fragen die Mitarbeiter selbst bei uns nach einer bestehenden Anwendung, von der sie wissen, dass sie für sie nützlich sein wird. Oder sie werden von Anbietern speziell für die CFL entwickelt und dann in die mobile Umgebung der Mitarbeiter, für die sie gebaut werden, integriert.

Was letztere betrifft, wie genau passt man eine Anwendung an die Bedürfnisse der verschiedenen Berufsgruppen an?

Es ist ein Ko-Konstruktionsprozess, der mehrere aufeinanderfolgende Phasen umfasst:

  1. Das Projekt wird auf seine Machbarkeit hin untersucht, und die betreffende Anwendung wird in einer Testphase implementiert: Wir analysieren dann, was funktioniert und was fehlt.
  2. Anschließend erstellen das IT-Team und der betroffene Fachbereich der CFL gemeinsam die Liste der sinnvollen Änderungen.
  3. Der Dienstleister passt daraufhin seine Leistung an und schlägt eine neue Version vor.
  4. Neuer Test: Der Dienst wird einer kleinen Anzahl von Anwendern für einen begrenzten Zeitraum zur Verfügung gestellt (von einigen Wochen bis hin zu ein paar Monaten). Rückmeldungen ermöglichen Verbesserungen.
  5. Sobald das Ziel erreicht ist, erfolgt die Bereitstellung für alle Endnutzer.

Kannst du uns einige Beispiele für Apps nennen, die an die CFL angepasst sind?

Ja, absolut. Nehmen wir die Abteilung für die Instandhaltung der Infrastruktur: Für deren Mitarbeiter haben wir zusammen mit dem Fachbereich ein Projekt für mehrere hundert Tablets gebaut, die mit einer sehr spezifischen Betriebs-App ausgestattet sind. Es ermöglicht ein fein abgestimmtes mobiles Management der Instandhaltung des Schienennetzes. Die Mitarbeiter können von ihrem Gerät aus den Status jedes einzelnen Infrastrukturobjekts einsehen und dokumentieren, egal ob es sich um eine Brücke, ein Signal oder eine Weiche handelt. Dadurch erhalten sie einen direkten Einblick in die Qualität des Netzwerks. Es ist von unschätzbarem Wert!

“Neben dem technischen Hintergrund erfordert dieser Job auch menschliche Fähigkeiten: Zuhören, Aufmerksamkeit und Einfühlungsvermögen.”

So wie diese gibt es eine Vielzahl von Profi-Anwendungen, die den CFL Mitarbeitern das Leben erleichtern: eine zum Messen und Erkennen von Strom in einem Stellwerk, eine andere zum Erkennen von Zwischenfällen, wieder eine andere zum Dokumentieren des Inhalts von Frachtgut für Lokführer usw. Insgesamt verwalten wir über 150 verschiedene Anwendungen! Die Bandbreite der Digitalisierung bei der CFL ist sehr groß.

Digitalisierung als Fortschritt für alle

Angesichts der Komplexität bestimmter Tools muss es auch eine Aufgabe der digitalen Vermittlung sein?

Unbedingt! Unser Schlüsselwort im Büro ist Unterstützung. Die Anwender müssen sich jederzeit auf uns verlassen können. Um ihnen zu helfen, setzen wir eine Reihe von Tools ein: FAQs, Video-Tutorials zur Erklärung von Software-Updates, personalisierte Briefings zur Vertraulichkeit, Schulungen usw.

Zumal die Technik nicht unbedingt für jeden intuitiv ist…

Ja, der Boom der mobilen Technologie, der durch die Gesundheitskrise noch verstärkt wird, ist nicht immer leicht zu bewältigen. Unter unseren Mitarbeitern gibt es alle Profile. Von den erfahrensten, die in der Lage sind, komplexe Operationen durchzuführen, bis hin zu den Neulingen, die Schritt für Schritt begleitet werden müssen. Dieser Job erfordert neben technischem Wissen auch menschliche Fähigkeiten: die Fähigkeit zuzuhören, einen Sinn für Aufmerksamkeit und die Fähigkeit zur Empathie.

Bevor ich zum Schluss komme, was würdest du einer Person empfehlen, die sich zu einem solchen beruflichen Abenteuer verleiten lassen würde?

Ich würde ihr sagen, sie sollen es versuchen! Die mobile Welt bewegt sich schnell, sehr schnell, was sie zu einem spannenden Thema macht. Das Tempo ist schnell und anregend, es gibt keine Routine. Besonders in einer Unternehmensgruppe wie die der CFL: Angesichts der technischen Ausrichtung des Unternehmens, der Vielfalt der Berufe und der Ambition der Unternehmensgruppe ist die Digitalisierung eine Herausforderung, die sich ständig verändert und erneuert.

Möchten auch Sie eine anspruchsvolle Mission bei der CFL? Dann schicken Sie uns Ihre Bewerbung!

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